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FAQ

Die Forstmaschinen schlagen keine Schneisen in den Wald, sondern bewegen sich für ihre notwendigen Waldpflege- bewirtschaftungsarbeiten ausschliesslich auf sogenannten 4 m breiten Rückegassen (RG). Diese durchziehen den Wald im Abstand von jeweils 30 m. Dadurch müssen nur gut 10% des Waldbodens befahren werden, der Rest wird dadurch maximal geschont. Auch die Rückegassen werden weitgehend geschont und nur bei guter Witterung respektive geringer Feuchtigkeit des Waldbodens befahren.

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Die einzig richtig grosse Forstmaschine im Betrieb der Burgergemeinde ist der sogenannte Vollernter, welcher Bäume fixiert, fällt, sägt und entastet. Dank seines 15 m langen Greifarms, kann er von den Rückegassen aus weit in den Baumbestand hinein greifen ohne den Waldboden dort zu schädigen. Die Raupen verteilen dabei sein Gewicht von 22 t auf 200 g/cm² (was 2 Tafeln Schoggi auf einem Daumennagel entspricht) und schützen den befahrenen Boden somit besser als Reifen. 120 Bäume können täglich geerntet werden. Diese Effizienz ist für die Preisbildung wichtig, weil so Schweizer Holz auf dem Markt vor ausländischer Ware bestehen kann. Der Treibstoffverbrauch beträgt 8 l Diesel pro Stunde. Die Maschine wird aber auch zum Anpflanzen von Bäumen verwendet.

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Viele alte Bäume sind leider von Schädlingen (Pilze, Borkenkäfer etc.) befallen oder durch den Klimawandel stark geschwächt und nicht mehr stabil. Sie können insbesondere bei Stürmen umstürzen und werden somit zur tonnenschweren direkten Gefahr für tausende Waldbesuchende. Die geschlagenen Bäume werden durch Jungbäume ersetzt, entweder wachsen neue selber nach oder werden durch den Forstbetrieb neu gepflanzt. Pro Sekunde wächst im burgerlichen Wald Holz vom Umfang eines Würfels von 10 cm Kantenlänge nach, dies entspricht rund 86 m³ respektive 86 t Holz pro Tag (zudem bindet 1 m³ Holz 1 m³ umweltschädliches CO₂). 2019 wurden im burgerlichen Forst insgesamt 11‘500 neue, klimawandeltaugliche Bäume wie Traubeneiche, Tulpenbaum oder Douglasie angepflanzt. Rechtzeitig geerntetes Qualitätsholz findet übrigens Verwendung im Bau und anderen langlebigen Produkten: womit das gebundene CO₂ nicht wieder in die Atmosphäre gelangt.
Nein. Der burgerliche Forstbetrieb wendet alljährlich in seinen der Öffentlichkeit zugänglichen Wäldern rund 300 Tsd. Franken in den Bereichen Wohlfahrt, Erholung, Schutz und Ökologie auf. 129 Hektaren burgerlicher Wald dienen als Reservate dem Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten. Das entspricht rund 180 Fussballfeldern.

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