Burgerspital mit rauschendem Spittelfest eingeweiht

Publiziert: 24.10.2015

In der Woche vom 8. bis 14. Juni 2015 stieg das Spittelfest 2015, mit welchem die Eröffnung des renovierten und teilweise umgenutzten Burgerspitals offiziell gefeiert wurde. Die Berner Bevölkerung kam in Scharen und sorgte für eine grossartige Stimmung. Das Fest war vor allem Bühne für das Berner GenerationenHaus und seine zwei Dutzend Partnerinstitutionen. Bei fast 150 Einzelanlässen kamen Alt und Jung bei prächtigem Wetter voll auf ihre Kosten. Für grosse Momente sorgten etwa die Gurteneisenbahn im Kleinformat, der vielfältige Spittelmärit, ein Breakdance Workshop oder ein Minikurzfilmfestival. Zu tollen Höhepunkten auf der Hauptbühne im Hof gerieten die Live-Konzerte von Fiji!, Traktorkestar und Eldorado FM.

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1 / 9 Die Berner Bevölkerung kam in Scharen an die offizielle Eröffnung.
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2 / 9 Die Electroband Fiji! in Aktion
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3 / 9 Festivalstimmung vor der Hauptbühne
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4 / 9 Auch die Kleinsten nahmen am Spittelfest teil.
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5 / 9 Nächtlicher Gig von Eldorado FM
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6 / 9 Vogelperspektive aufs Festgeschehen
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7 / 9 Tischfussballmatch im Berner GenerationenHaus
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9 / 9 Schülerkonzert im Berner GenerationenHaus

TEXT: MARTIN GRASSL; BILDER: FABIAN UNTERNÄHRER

Das Spittelfest 2015 dauerte sieben Tage und gipfelte am Wochenende in einem rauschenden Finale. Doch schon während der ersten Wochenhälfte gab es Höhepunkte. So tourte der Berner GenerationenChor unter Leitung von Patrick Secchiari jeweils in den Abendstunden auf «musikalischen Rundgängen» durch das Burgerspital. Das Publikum kam hierbei neben vokalen Preziosen auch in den Genuss seltener Einblicke in das Gebäude. Für einen gelungenen Festauftakt sorgten weitere Veranstaltungen wie das allmorgendlich geöffnete Ostside-Café, der Gesundheitscheck beim Schweizerischen Roten Kreuz oder Ballspielturniere im Hof.

Immer live dabei
Für den Überblick über das reichhaltige Festprogramm war unter anderen Radio Energy besorgt, welches täglich aus dem Burgerspital sendete. Die Radioleute erkundeten dabei auch hinter den Kulissen den Betriebsalltag im Burgerspital. Der Facebook-Kanal der Burgergemeinde informierte derweil fortlaufend mit zahlreichen Posts samt Stimmungsbildern. So konnte man etwa die Vernissage der Graffiti-Foto-Ausstellung im Checkpoint kaum verpassen. Der pensionierte Peter Lauener präsentierte dort seine Fotos legaler Graffitiwände im Gebiet der Bodenweid und war zusammen mit der jungen Graffitikünstlerin Merl persönlich anwesend. Empfohlen wurde aber auch Berns neue Klassikkonzertreihe «Halt auf Verlangen!». Diese feierte Premiere mit einem Doppelkonzert in der Spittelkapelle und präsentiert seit Oktober regelmässig Kammermusikkonzerte.

Gastronomische Sternstunden und rauschendes Finale
Doch auch kulinarisch kam das Publikum nicht zu kurz. So trumpfte der sympathische Stand von «jolimont» aus Wattenwil auf mit «gfronigem» Bio Joghurt sowie leckeren Crêpes. Rassige Akzente setzte am Wochenende die fahrende Küche «La Ribollita», welche aus einem Vespacar leckere Gemüseeintöpfe und -suppen anbot, derweil das Restaurant «toi et moi» mit seinem Stand im Hof alle anderen Gourmets verwöhnte. Am Freitag startete die kultige Band Fiji! den Konzertreigen auf der Hofbühne und erntete begeisterte Fanreaktionen für ihren trashigen Electrosound. Gleichzeitig machte der Nachwuchs im Checkpoint mit seinen Konzerten gehörig auf sich aufmerksam. Die Bühne gehörte dort diversen Schülerbands. Insbesondere die Grossformation «Hakuna Matata» punktete beim Publikum mit viel Charme, und zuletzt eroberten «L&B» die Herzen mit poppigem Swing. Spätnachts heizten dann «Eldorado FM» mit den Überraschungsgästen «Lo & Leduc» den proppenvollen Spittelinnenhof tüchtig auf. Darauf galt es abzutauchen in die DJ’s Lounge im Kellergewölbe des zweiten Untergeschosses, wo elektronische Musik zu stimmiger Bar-Atmosphäre pulsierte. Die Lounge war auch in der Folgenacht der Renner. Der Samstag startete mit dem bunten Spittelmärit, wo unter anderem Trouvaillen aus dem Burgerspital angeboten wurden. Ein wahrer Höhepunkt war am zweiten Konzerttag der Gig von «Traktorkestar» mit pfeffrigem Balkansound. Zuletzt herrschte kochendheisse Stimmung, welcher nicht einmal die spätnächtlichen Regenschauer etwas anhaben konnten: Nach dem Chilloutset von «2 for Soul» kam es mit badenden Fans im Spittelbrunnen zu Szenen wie aus Fellinis «Dolce Vita»!

Sonntäglicher Festausklang
Anderntags fand am Morgen in der Spittelkapelle der erste Gottesdienst nach der Burgerspitalrenovation samt Taufe eines Neugeborenen statt. Im Spittelinnenhof öffnete alsbald der trendige Koffermarkt. Daneben konnte zum Sound einer Jazzcombo ausgiebig gebruncht werden. Mit dem Spittelfest 2015 hat das neue Haus ein prächtiges «Müschterli» dessen abgegeben, was unter seinem Dach alles möglich ist.

Bärner Müschterli

Gigele und gugle mit bärnischi Anekdote, erzellt vom J. Harald Wäber.

Bärner Müschterli

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