Forstbetrieb

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Der Forstbetrieb (FBB) ist eine eigenständige ertragsbringende Abteilung der Burgergemeinde Bern. Er bewirtschaftet und pflegt die rund 3‘666 Hektaren Wald der Burgergemeinde Bern und betreut rund 350 Hektaren Wald anderer Waldbesitzer. Der Forstbetrieb teilt die Wälder in Erholungswälder und in Holzproduktionswälder ein. Hinzu kommen Reservate, in denen es primär um den Erhalt naturnaher Wälder und den Schutz bedrohter Arten geht.

Die Zahlen sind eindrücklich: Rund 235 Kilometer Waldwege, 100 Eintrittspforten, 18 Informationstafeln, 3 Waldhütten und 3 Werkhöfe. Und das alles auf den rund 4000 Hektaren Wald, die vom Forstbetrieb der Burgergemeinde gepflegt und bewirtschaftet werden. Der Grossteil der Waldfläche ist im Besitz der Burgergemeinde selbst.

Der Forstbetrieb ordnet den Wäldern Vorrangwirkungen zu:

Forst, Spielwald, Eiberg Holzproduktion
Bremgartenwald Holzproduktion, 
südlich der Autobahn Erholungswald
Könizbergwald Holzproduktion, 
nördlich der Turnierstrasse Erholungswald
Gurten Holzproduktion
Steinhölzli, Dählhölzli, Egghölzli Erholungswald
Wilerwald, Schosshaldenwald Erholungswald
Engewälder Erholungswald
Schermenwald Holzproduktion
Grauholz, Sädelbachwald Holzproduktion

Radius 20 – Holz aus der Region

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1 / 9 Das Label R20 steht für Holz aus der Region, höchstens 20 Kilometer vom Bundeshaus entfernt.
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2 / 9 Die Markierung gibt diesen Baum zum ernten frei.
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4 / 9 Der Baum wird mit einem Spezialgerät möglichst schonend für den Waldboden entastet.
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5 / 9 Verlad der entasteten Stämme auf den Forwarder
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Ein Stamm aus dem burgerlichen Wald wird bei unserer dienstleistenden Sägerei in Gümmenen zugesägt.
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7 / 9 Holzstück direkt ab Sägerei
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8 / 9 Holz wird in einer Apparatur schnellgetrocknet ...
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9 / 9 ... oder es trocknet langsamer im Freien in der Sägerei.

 

Holz aus der Region, höchstens 20 Kilometer vom Bundeshaus entfernt – das ist Radius 20. Für Menschen, denen die Herkunft ihres Holzprodukts wichtig ist und die sich um ihren ökologischen Fussabdruck kümmern.

 

Im Wald

Nicht einmal die Hälfte des Holzes, welches in der Schweiz verarbeitet wird, stammt aus dem Inland. Der Rest wird importiert – auch aus Ländern, wo unter Umständen kein Wald mehr nachwächst und Lebensräume dauerhaft zerstört werden. Um Holz aus der Region zu fördern und bekannter zu machen, hat der Forstbetrieb der Burgergemeinde Bern das Label Radius20 oder kurz R20 ins Leben gerufen. Jedes Stück R20-Holz ist in einem Umkreis von 20 Kilometern um das Bundeshaus gewachsen und geerntet worden. Die Herkunft von jedem geernteten Stück Holz ist auf die Waldparzelle, zum Teil sogar auf den Wurzelstock genau bekannt. R20 steht aber nicht nur für authentische Herkunft, sondern auch für eine waldschonende und nachhaltige Forstwirtschaft. Beobachten, pflegen, ernten.

 

Vom Wald in die Sägerei

Sorgfältig entscheiden die Förster des Forstbetriebs der Burgergemeinde Bern im Wald, welche Bäume geerntet werden und einer neuen Baumgeneration Platz machen sollen. Mit bodenschonenden Maschinen werden die Bäume gefällt, entastet und aus dem Wald transportiert. Die knorrigen Riesen trocknen bis zu zwei Jahre an der Luft und verwandeln sich in dieser Zeit zum wertvollen Rohstoff. Nicht nur geerntet wird das R20-Holz innerhalb eines Radius’ von 20 Kilometern um das Bundeshaus, sondern auch verarbeitet. Unsere Dienstleister bearbeiten und pflegen das Holz mit viel Herzblut.

 

Von der Sägerei ins Wohnzimmer

Die Sägerei bereitet ofentrockene Klotzbretter, Böden, sägefrisches Bauholz und einzigartiges Charakterholz auf. Unabhängig davon, ob das Holz später zu einem Tisch, einem Schaukelpferd oder einem Wohnzimmerboden verarbeitet wird: Mit Radius 20 ist die Grundlage für ein qualitativ hochstehendes Produkt gelegt. Mit seiner Einzigartigkeit bietet R20-Holz einen echten Mehrwert – und ist verwurzelt in der Region.

Reservate mit Baum-Monumenten

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Die wohl älteste Douglasie Europas steht im Sädelbach

Rund 400 Hektare der Wälder sind für Reservate mit besonderen Zielsetzungen vorgesehen. So werden beispielsweise im sogenannten Reservat der Alten vereinzelt Bäume bis an ihr biologisches Ende stehen gelassen, was zu mächtigen Baum-Monumenten führt.

Vielseitig einsetzbar

Der Forstbetrieb wird prozessorientiert geführt. Sämtliche forstlichen Arbeiten werden durch sorgfältig ausgewählte Unternehmer oder mit dem eigenen Personalpool ausgeführt.

Der Forstunternehmer setzt das eigene Personal und Unternehmer in den eigenen Wäldern und für Aufträge von Dritten ein. Für anspruchsvolle Fäll- und Baumpflegearbeiten verfügt der Forstbetrieb über ausgebildete Kletterspezialisten, die nicht nur im Wald und Park sondern auch in privaten Gärten Baumfäll- oder Pflegemassnahmen ausführen. Hoheitlich ist der Forstbetrieb aktuell noch in drei Reviere aufgeteilt für die je ein Förster zuständig ist.

Der Forstmeister

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Stefan Flückiger

«Die Burgergemeinde bewirtschaftet die Wälder in der Agglomeration zum Wohle der heutigen und kommender Generationen.»

stefan.flueckiger@bgbern.ch

 

Auf der Website des Forstbetriebes finden Sie weitere Informationen zum Wald, aktuellen Arbeiten, Verhalten im Wald, mietbaren Waldhäusern und vielem mehr.

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