Nicht so friedlich wie ein Champignon: der Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus ist ein Eschenkiller aus der Natur

Publiziert: 01.09.2016

Auf der Engehalbinsel werden derzeit intensive Holzschlagarbeiten durchgeführt. Ziel ist nicht primär die Ernte von Holz, sondern die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher dieses stark frequentierten Waldes in der Nähe des Zehndermättelis.

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1 / 5 Eschenbaumstumpf auf der Engehalbinsel, infolge des notwendigen Holzschlags wegen Pilzbefalls.
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2 / 5 Das Ausmass des Pilzbefalls wird oft erst im Bauminnern ersichtlich.
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4 / 5 An den verdorrten Teilen der Baumkrone lässt sich der Befall deutlich erkennen.
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5 / 5 Auch Buchen sind teilweise von Pilzen befallen.

TEXT: ALEXANDER PULFER; BILDER: MARTIN GRASSL

Bei den gefällten Bäumen handelt es sich überwiegend um Eschen, welche vom Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus befallen sind. Dieser Parasit verursacht das sogenannte Eschentriebsterben. Durch das Absterben des Holzgewebes im Baumkronenbereich, fallen grosse Äste oder ganze Bäume zu Boden. Um Personenunfälle zu vermeiden, werden die betroffenen Bäume an Weg- und Waldrändern vom Forstbetrieb der Burgergemeinde Bern entfernt. Im weniger frequentierten Waldesinnern werden die befallenen Bäume vorläufig dem natürlichen Zerfall überlassen.

Dieser Schlauchpilz wurde in der Schweiz erstmals im Jahr 2008 dokumentiert. Das neue flächendeckende Auftreten ist mehrheitlich auf die steigenden Temperaturen im Rahmen der Klimaerwärmung zurückzuführen. Mit den aktuellen Forstarbeiten wird ein menschlich verursachtes Problem bekämpft und nicht in einen natürlichen Prozess eingegriffen.

Weiterführendes zur Thematik

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Bärner Müschterli

Gigele und gugle mit bärnischi Anekdote, erzellt vom J. Harald Wäber.

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