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Prix Effort: Moderationscoaching mit Radioprofi Rebecca Villiger

Rebecca Villiger
27.06.2019

Die Burgergemeinde Bern verleiht mit dem Prix Effort jährlich Förderpreise im Gesamtwert von 30‘000 Franken an 13- bis 25-jährige Bernerinnen und Berner. Der Spezialpreis geht in diesem Jahr an ein Moderationstalent. Zu gewinnen gibt es ein individuelles Coaching mit Rebecca Villiger. Wir haben mit der erfahrenen Radiofrau, die aktuell bei SRF News tätig ist, über den Moderationspreis gesprochen.

TEXT: KARIN GROSSEN / BILD: ZVG

Rebecca Villiger, wer soll sich für den Moderationspreis bewerben?
Jede und Jeder, der sich angesprochen fühlt. Das kann jemand sein, der bei einem Jugendradiosender erste Erfahrungen im Moderieren gemacht hat und gerne gecoacht werden würde. Oder jemand, der einen Youtube-Kanal oder einen Instagram-Account hat und gerne Tipps hätte, was er oder sie sprecherisch und im Auftritt noch verbessern könnte. Es kann sich aber auch jemand bewerben, der durch die Matur-Abschlussfeier führt und dabei gerne Unterstützung hätte oder jemand, der bei Sportanlässen speakert und sich darin unsicher fühlt. Grundsätzlich soll sich bewerben, wer Interesse an irgendeiner Art von Moderation hat und sich darin gerne mal ausprobieren würde. Vorerfahrung ist nicht nötig.

Die Moderationstalente müssen dich und die Jury am Casting vom 31. August überzeugen. Worauf werdet ihr das grösste Augenmerk legen?
Für mich muss der Gesamteindruck stimmen. Wie wirkt eine Person, wie spricht sie, wie klingt sie? Dann kommt es darauf an, was die Person möchte, welche Ziele sie hat.

Das Coaching wird individuell auf die Gewinnerin oder den Gewinner massgeschneidert. Damit Interessierte eine ungefähre Vorstellung erhalten, was sie erwarten dürfen: Wie könnte deine Begleitung etwa aussehen?
Das kommt ganz auf die Person und ihre Wünsche und Ziele an. Ich kann coachen, Tipps geben, unterstützen. Moderieren heisst nicht, einen geschriebenen Text vor Publikum abzulesen. Moderieren, heisst Geschriebenes so zu erzählen, dass es nicht abgelesen tönt und gleichzeitig, sich so vorzubereiten, dass nicht alles aufgeschrieben werden muss. Wie man das gut hinbekommt – egal, ob im Radio, im TV, oder auf einer Bühne –, das kann ich zeigen. Das heisst konkret zum Beispiel, wie man mündlich spricht, selbstsicher wirkt, wie man sich richtig auf ein Interview vorbereitet, wie man mit Nervosität und unvorhergesehenen Situationen umgeht. Ich moderiere seit 17 Jahren live und habe schon so einiges erlebt. Ich bin für alle Fragen offen. Was ich nicht kann, ist jemandem helfen möglichst schnell «berühmt» zu werden und ich kann niemandem einen Job beim TV oder Radio vermitteln.

Zum Abschluss des Coachings wird das Moderationstalent im November gemeinsam mit dir die Prix-Effort-Preisverleihung moderieren. Welche Chancen bieten sich dadurch?
Die Möglichkeit, vor einem grösseren Publikum sein Talent unter Beweis zu stellen und Erfahrungen als Moderatorin oder Moderator zu sammeln.

Wie bist du selber zum Moderieren gekommen? Was waren deine ersten Schritte?
Nach der Matura habe ich ein Zeitungsinserat für ein Praktikum beim Unikom-Radio Kanal K in Aarau gesehen und habe mich sofort beworben. Es war schon lange mein Traum, einmal Radio zu machen. Die zwei Monate Praktikum waren grossartig. Seither habe ich nie mehr aufgehört, Radio zu machen – zuerst weiter als freiwillige Sendungsmacherin am Wochenende bei Kanal K. Durch dort geknüpfte Kontakte konnte ich die Radioausbildung des St. Galler Studentenradios toxic.fm absolvieren. Ich war so begeistert davon, dass ich dafür zwei bis dreimal in der Woche von meinem Studienort Basel nach St. Gallen gependelt bin. Verdient habe ich dabei nichts, aber dank der gesammelten Erfahrungen habe ich zwei Jahre später eine Stelle als Moderatorin beim Jugendradio von SRF bekommen. Das war vor 15 Jahren.

Kennst du noch sowas wie Lampenfieber – oder stehst du nach so vielen Jahren Erfahrung völlig entspannt hinter dem Mikrofon?
Tatsächlich bin ich am Mikrofon im Radio meistens sehr entspannt. Die Erfahrung hilft da sehr. Nach all den Jahren habe ich schon so viel erlebt, so viele Fehler gemacht, so viele Pannen durchlebt, dass mich so schnell nichts mehr aus dem Konzept bringt. Ich weiss, wie ich reagieren kann und dass Fehler menschlich sind. Und schlussendlich ist es mein Job. Wenn ich da jeden Morgen aufs Neue nervös wäre, wäre es wohl nicht der Richtige für mich. Wenn ich mit dem Mikrofon in der Hand auf eine Bühne stehe, bin ich eher etwas nervös, aber nur im ersten Moment. Sobald es losgeht, legt sich die Anspannung jeweils. Gute Vorbereitung und eine gewisse Lockerheit helfen dabei.

 

Förderpreise für junge Berner Talente
Die Burgergemeinde Bern verleiht mit dem Prix Effort jährlich Förderpreise im Gesamtwert von 30‘000 Franken an 13- bis 25-jährige Bernerinnen und Berner. Ausgezeichnet werden clevere Projektideen, gesellschaftliche Engagements oder besondere Begabungen in allen möglichen Sparten. 

Casting-Termine
Sa, 24. August 2019, 13 bis 16 Uhr
Sa, 31. August 2019, 13 bis 16 Uhr (Moderationscasting nur an diesem Tag)
Café Bar im Berner Generationenhaus, Bahnhofplatz 2, 3011 Bern
Ohne Anmeldung, Zutritt nur für Bewerberinnen und Bewerber

Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen: www.prixeffort.ch

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Weitere Informationen.

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