Joshua Bieri – Mit Feuer und Fokus
Organisation, Überblick und Ruhe – dafür steht Joshua Bieri im Küchenalltag des Casinos Bern. Als Sous‑Chef ist er Stellvertreter des Küchenchefs und verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf im Restaurantbereich, inklusive Izakaya und Sommergrill. Seine Aufgaben reichen von Bestellungen und Wochenplanung bis hin zur Koordination der einzelnen Posten und dem Mitwirken im Tagesgeschäft.
Karrierezutaten in der Küche
Seine Ausbildung absolvierte Joshua Bieri mit einer klassischen Lehre als Koch EFZ im Bärenhöfli. Nach dem Lehrabschluss sammelte er Erfahrung in einem italienischen Restaurant und im Schweizerhof, bevor er ins Casino Bern wechselte. Dort begann er als Commis de Cuisine. «Ich habe versucht, möglichst viel von den Vorgesetzten zu lernen und mich stetig zu verbessern», sagt er. Mit Engagement und Verantwortungsbewusstsein arbeitete er sich hoch zum Sous‑Chef.
Berufsbegleitend besucht er die Hotelfachschule in Thun. «Die Schule bereitet sehr gut auf Führungsaufgaben vor», erklärt er. Besonders wertvoll seien Inhalte zu Leadership und Berechnungen. Sein Ziel ist klar: «Ich möchte später als Food & Beverage Manager arbeiten.» Trotz seiner Leidenschaft in der Küche bleibt für ihn eines klar: «Koch ist ein schöner, aber auch sehr anspruchsvoller Beruf, der definitiv mehr Wertschätzung in unserer Gesellschaft verdient.»
Die Kunst des kühlen Kopfes
«Am Morgen verschaffe ich mir zuerst einen Überblick über die Reservationen und den Tag», erklärt Joshua Bieri. Danach folgen Besprechungen mit dem Küchen- und Serviceteam, damit alle gut vorbereitet sind, bevor der Mittags- oder Abendservice beginnt. «Organisation ist in einem Betrieb dieser Grösse entscheidend», sagt Joshua Bieri. Mit bis zu 130 Reservationen pro Abend ist Multitasking gefragt – und ein kühler Kopf.
Im hektischen Alltag setzt er bewusst auf Ruhe. «Man sollte keinen Stress ausstrahlen – das bringt niemandem etwas», sagt er. Stattdessen hilft er aktiv mit – sei es beim Anrichten, beim kurzen Einspringen auf einem Posten oder sogar im Service, wenn dort Unterstützung gefordert ist. Kleine Handgriffe können viel bewirken. Ebenso wichtig sind für ihn Lob und motivierende Worte. «Zu zeigen, dass man da ist und mithilft, nimmt viel Druck weg.»