Farhana Holle – Verantwortung mit Feingefühl
Seit Januar 2025 arbeitet Farhana Holle als Behördenschreiberin bei der burgerlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (bKESB). Sie ist das verbindende Element zwischen dem Behördensekretariat und den Behördenmitgliedern. Der enge Austausch mit allen Beteiligten ist in ihrem Alltag somit zentral.
Von der Skipiste zur Teamleitung
Farhana Holle kommt aus dem Kanton Graubünden, wo sie als Skilehrerin gearbeitet hat. Für das Studium zog sie nach Bern. «Ich wollte eigentlich zurück in die Berge, aber Bern hat mich sofort begeistert. Und geblieben bin ich bis heute», erzählt sie mit grossem Lächeln im Gesicht.
Ihr Arbeitsalltag ist abwechslungsreich. Der Morgen beginnt meist mit der Triage sämtlicher eingegangenen E-Mails und Briefe. Danach bespricht sie anstehende Herausforderungen intern, bereitet rechtliche Dokumente vor oder organisiert Abklärungen zu Gefährdungsmeldungen mit den zuständigen Sozialarbeitenden. Die Aufträge erhält Farhana Holle von den Behördenmitgliedern: Sie prüfen die Personendossiers und teilen ihr den Entscheid mit, welche Massnahmen umzusetzen sind. Die Behördenschreiberin übergibt den Auftrag anschliessend ihrem Team im Behördensekretariat. Besonders gefällt ihr die Vielfalt der Aufgaben: «Diese Kombination aus juristischer Facharbeit und administrativen Tätigkeiten findet man anderswo kaum.
Nebenbei absolviert Farhana Holle ein CAS in Führung, das sie im Herbst 2026 abschliessen wird. «Ich lerne, mich und mein Team gut zu führen und zu fördern. Es ist mir wichtig, dass die Teammitglieder zufrieden sind und deswegen lange bei uns bleiben.»
Ein offenes Ohr für Gross und Klein
In ihrer Jugend träumte Farhana Holle davon, Kinderanwältin zu werden. Heute hat sie bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ihren Traumberuf gefunden; sie arbeitet nun dort, wo sie wichtige Entscheidungen tatsächlich beeinflussen kann. Früher arbeitete Farhana Holle bei der kantonalen KESB Bern sowie der KESB Entlebuch, allerdings mit weniger Einfluss: «Mit dem Wechsel zur burgerlichen KESB trage ich erstmals Teamverantwortung – ein wichtiger Schritt für mich.»
Was es für diesen Beruf am meisten braucht? «Empathie und die Fähigkeit, zuzuhören», sagt sie, ohne zu zögern. «Wir begleiten Menschen in schwierigen Momenten. Manchmal ist Zuhören schon die halbe Lösung, weil sich die Menschen gesehen und ernst genommen fühlen.»