Burgerliches Sozialzentrum

IMG_7951.JPG

Almoserweiterbildung im Burgerspital

Das Burgerliche Sozialzentrum ist eine Verwaltungsabteilung der Burgergemeinde Bern. Mit seinen qualifizierten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern steht es den burgerlichen Sozialbehörden der Burgergemeinden im Kanton Bern, welche Sozialhilfe leisten, den Gesellschaften und Zünften und der burgerlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde als Dienstleistungszentrum beratend und unterstützend zur Seite und übernimmt auch Aufgaben auf Mandatsbasis.

Grundpfeiler der burgerlichen Sozialhilfe

Folgende vier Grundpfeiler prägen die Sozialhilfe der Burgergemeinde Bern:

1.    Rechtliche Grundlagen, Verantwortung

Die Gesellschaften und Zünfte sowie die Burgergemeinde Bern sind verantwortlich für die Sozialhilfe ihrer im Kanton Bern wohnhaften Angehörigen. Die Anspruchsvoraussetzungen sind für alle im Kanton Bern wohnhaften Personen die gleichen:

  • Sozialhilfegesetz (SHG, BSG 860.1)
  • Sozialhilfeverordnung (SHV, BSG 860.111)
  • Direktionsverordnung über die Bemessung von situationsbedingten Leistungen (SILDV, 860.111.1)
  • SKOS-Richtlinien und das «Handbuch für Sozialhilfe im KantonBern»

2.    Organisation

Der Kanton Bern überlässt es den Sozialhilfe leistenden Burgergemeinden, Gesellschaften und Zünften wie sie die ihr zugewiesene Aufgabe wahrnehmen. Sie sind nicht an die vom Kanton für die übrigen Gemeinden geltende Aufgabenteilung zwischen Sozialdiensten und Sozialbehörden gebunden. Die Burgergemeinde Bern wie auch alle 13 Gesellschaften und Zünfte haben beschlossen, die Sozialhilfe weiterhin selber zu erfüllen. Jede dieser Körperschaften entscheidet daher selbständig, ob und wie weit sie ihre Aufgaben dem Burgerlichen Sozialzentrum überträgt.

3.    Zusammenarbeit

Die Burgergemeinde Bern und die Gesellschaften und Zünfte arbeiten im Sozialbereich zusammen und harmonisieren die Sozialhilfe. Zentrales Gremium hierfür bildet unter der Anleitung des Burgerlichen Sozialzentrums die Konferenz der Sozialhilfeverantwortlichen, die sogenannte Almosnerkonferenz.

4.    Professionalität

Die Burgergemeinde Bern führt einen professionellen Sozialdienst, das Burgerliche Sozialzentrum (BSZ). Die Sozialhilfe leistenden Burgergemeinden, die Gesellschaften und Zünfte sowie die burgerliche Kindes – und Erwachsenenschutzbehörde bestimmen frei, in welchem Umfang sie die Dienstleistungen des BSZ beanspruchen wollen. Das BSZ ist für die Aus- und Weiterbildung der für die Sozialhilfe in den Burgergemeinden, den Gesellschaften und Zünften zuständigen Almosnerinnen und Almosner zuständig. Es ist auch für die Ausbildung, Beratung und Unterstützung der privaten Beiständinnen und Beistände zuständig.

Dienstleistungen des burgerlichen Sozialzentrums

Das Burgerliche Sozialzentrum bietet alle Dienstleistungen an, die für den Vollzug der Sozialhilfe im Einzelfall notwendig sind. Weiter erfüllt es die von der burgerlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zugewiesenen Aufgaben. Namentlich gehören dazu:

Im Bereich der individuellen Sozialhilfe:

  • die präventive Beratung und Vermittlung
  • die Abklärung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Hinblick auf die Gewährung von wirtschaftlicher Hilfe
  • die Festlegung und Vereinbarung von individuellen Zielen
  • die Beratung und Betreuung
  • die Anordnung von Massnahmen
  • die Gewährung von Leistungen

Im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes:

  • Durchführen von Sachverhaltsabklärungen im Kindesschutz, im Bereich der gesetzlichen Massnahmen für urteilsunfähige Personen und im Hinblick auf behördliche Massnahmen für Erwachsene
  • Führen von Beistandschaften und Vormundschaften für Minderjährige sowie von Beistandschaften für Erwachsene
  • Durchführen von Abklärungen im Hinblick auf die Regelung des persönlichen Verkehrs, der Informations- und Auskunftsrechte der Eltern, die Vaterschafts- und Unterhaltsregelung sowie die Regelung der gemeinsamen elterlichen Sorge
  • Durchführen von Abklärungen im Hinblick auf die Gültigkeitsprüfung für einen Vorsorgeauftrag
  • Erfüllen von Aufgaben nach Artikel 392 ZGB
  • Durchführen von Abklärungen zum Schutz von Personen in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen, um die sich niemand ausserhalb derselben Einrichtungen kümmert (Art. 386 Abs. 2 ZGB)
  • Durchführen von Abklärungen im Hinblick auf die Aufnahme von Pflegekindern und die Ausübung der Pflegekinderaufsicht

Aufgrund besonderer Gesetzgebung:

  • Bevorschussung und Inkasso von Unterhaltsbeiträgen
  • Inkassohilfe

Leiterin Burgerliches Sozialzentrum

IMG_3064.JPG

Susanna Hauser

«Es gibt auch Burgerinnen und Burger, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ich setze mich mit meinem Team für sie ein.»

susanna.hauser@bgbern.ch