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Sie stehen vor einer Altholzinsel

Altholzinseln und Reservate im Wald als Refugium in Zeiten des Klimawandels. Sie sind noch dringender und umfassender notwendig für die Biodiversität als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Mit der Anpassung der Wälder an den Klimawandel werden die Baumbestände tendenziell jünger und vitaler. Damit entfällt jedoch eine wichtige Entwicklungsphase der natürlichen Waldentwicklung, nämlich die Alters- und Zerfallsphase. Die Burgergemeinde hat deshalb ein Konzept entwickelt, das sich auf mehrere Standbeine abstützt:

  • Liegendes Totholz auf der gesamten Fläche
  • Stehendes Altholz in Altholzinseln
  • Ausser Nutzung stellen von Waldflächen

Stehendes Altholz in Altholzinseln

Der Forstbetrieb lässt im Schnitt alle 30 Hektaren eine Baumgruppe von 5 - 30 Bäumen stehen. Diese Bäume werden mit einem blauen Punkt markiert und bleiben bis zu ihrem natürlichen Zusammenbruch stehen. Sobald sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, werden sie gefällt und liegengelassen. Im stehenden Alt- und Totholz finden ebenfalls nützliche Pilz- und Insektenarten und insbesondere auch Vögel und Fledermäuse ihre Habitate. Dank seiner Verteilung über die gesamte Waldfläche bietet dies deutlich mehr Vogelfamilien Platz, als dies in einem zusammenhängenden Reservat der Fall wäre.

Liegendes Totholz

Der Forstbetrieb lässt nach Holzerntemassnahmen bewusst einen erheblichen Anteil des Ast- und Kronenmaterials auf der Fläche zurück, obwohl er dieses auch energetisch und damit wirtschaftlich nutzen könnte. Das auf der gesamten Fläche liegen gelassene Totholz dient dazu, nützlichen Insekten- und Pilzarten einen Lebensraum zu bieten. Es besteht jedoch ein Risiko, dass das liegende Totholz durch Waldbesuchende für andere Zwecke genutzt (verbrannt) wird. Dieser Effekt ist unerwünscht.

Ausser Nutzung gestellte Waldflächen

Der Forstbetrieb hat auf seiner gesamten Waldfläche einen Anteil von rund 5-10% definiert, der auf unbestimmte Zeit ausser Nutzung gestellt wird. Dabei verzichtet die Burgergemeinde auf einem grossen Teil dieser Flächen auf vertragliche Vereinbarungen und stellt den Schutz dieser Flächen eigenständig sicher. Der Anteil an Alt- und Totholzflächen in der Burgergemeinde Bern war noch nie so hoch wie zum jetzigen Zeitpunkt.

Was passiert sonst noch alles im Wald? Mehr Infos unter FAQ

abgelegt unter: Forstbetrieb, Natur

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