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Eine nicht alltägliche Züglete

23.04.2019

Umzuziehen bedeutet in der Regel Schachteln packen, in einen Lastwagen verstauen und ab an den neuen Ort damit. Bei der Familie Biehler, den neuen Pächtern auf dem Hof im Wislenboden in Worb, gehören noch 29 Milchkühe und zwei Geissen dazu. Einblick in eine eher aussergewöhnliche Züglete.

TEXT UND BILD: PASCAL MATHIS

In den beiden grossen Lastwagenanhängern rumpelt es, als sie auf dem Wislenboden einfahren. Und auch als die Motoren abgestellt sind, bewegen sich die Karossen immer wieder leicht. Spätestens die Aufschrift „Tiertransport“ verrät, dass hier spezielle Fracht unterwegs ist: Es sind 29 Milchkühe und zwei Zwerggeissen, die soeben aus Dierikon im Kanton Luzern nach Worb gezügelt wurden – und mit ihnen die Familie Biehler, welche den Hof gleich neben den Gleisen vom „blauen Bähnli“ neu gepachtet hat.

Mehr Land und noch mehr Vorfreude
Markus und Jolanda Biehler und ihre drei Kinder haben ihr Hab und Gut bereits einige Tage zuvor ins neue Daheim gebracht, die Tiere sind heute am Zug. Einige der Kühe sind etwas nervös, als die Anhängertüren geöffnet werden, andere scheinen es eher ruhig zu nehmen und zotteln gemächlich in ihren neuen Stall. Und wie nervös waren denn die Biehlers? Jolanda Biehler etwas mehr als ihr Mann, lacht sie. Aber auch ihr Mann Markus meint: „Ich bin dann froh, wenn alles gut über die Bühne gegangen ist.“

Die ganze Familie Biehler freut sich auf die neue Herausforderung, wie Tochter Sarah betont. „Die Zeit passt, etwas Neues zu wagen.“ Neu ist nicht nur die Region, sondern auch die Landfläche. Mit rund 40 Hektaren ist fast doppelt so viel unter ihrer Obhut als bisher im Luzernischen. „Damit müssen wir kein Viehfutter mehr zukaufen, sondern haben selber genug“, freut sich Markus Biehler.

Die Spuren des Viehtransports
Geplant ist auch im Wislenboden ein Verkauf ab Hof – mit selbstgemachten Glaceprodukten, um welche sich Jolanda Biehler mit Hingabe kümmert. Künftig sollen auch Eier und Schnittblumen ins Sortiment kommen. Zunächst aber gilt es für Mensch und Tier, sich in Worb einzuleben und einzurichten. „Und morgen früh waschen wir als Erstes die Kühe“, lacht Jolanda Biehler. Denn so gut die Tiere die Züglete überstanden haben, so aufgeregt waren sie vielleicht doch. Die Aufregung hat jedenfalls einige schmutzige Spuren auf dem Fell hinterlassen…

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