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Auf den Bühnen werden Grenzen ausgelotet

21.10.2019

Weder E noch U und auch sonst ohne Scheuklappen. Das Programm im wiedereröffneten Casino Bern wird neu zum Teil im Haus selber zusammengestellt und versteht sich als Bereicherung des kulturellen Lebens der Stadt. Wer noch nie einen Fuss ins Gebäude gesetzt hat, könnte es endlich bald von innen kennenlernen. Denn was hier neuerdings über die Bühnen geht, trifft viele Geschmäcker.

TEXT: MARTIN GRASSL; BILDER: ZVG

In den zwei Jahren, während das Casino saniert wurde, ist hinter den Kulissen eifrig am aktuellen Kulturprogramm gefeilt worden. Denn mit der Eröffnung der Kulturstätte im September zeichnet das Casino nebst Partnern wie dem Berner Sinfonieorchester, Meisterzyklus Bern oder Migros-Kulturprozent-Classics in kleinem Rahmen neu selber für die Programmierung verantwortlich. Dazu wurde mit Nik Leuenberger ein versierter Programmgestalter ans Casino Bern geholt, der zuvor als Kulturleiter des Casinotheaters Winterthur Akzente gesetzt hatte und in der Vergangenheit auch schon als Mediensprecher mit dem Circus Knie auf Achse war. «Den comedy-lastigen Winterthurer Programmansatz 1:1 nach Bern zu übertragen, stand nie zur Diskussion», betont Leuenberger im Gespräch, «für ein entsprechend auf Kleinkunst fokussiertes Programm wäre das Casino Bern auch vom Gebäude viele Nummern zu gross. Folglich ist nur schon das Volumen an Plätzen, die verkauft werden müssen, grösser. Zudem hat die Klassik hier feste Tradition. Unser Programm ist deshalb weit gefächert, wir wollen mit ihm ein breites Publikum ins Haus holen.» Das aktuelle Casino-Kulturprogramm widerspiegelt zwar durchaus Leuenbergers angestammte Vorlieben für Comedy und Akrobatisches, peppt aber darüber hinaus etwa gewohnt Sinfonisches um internationale Neoklassik-Acts sowie Berner Musikgrössen in überraschenden Kombis auf. «Nicht zuletzt kommt dem Gebäude mit seinen unvergleichlich stimmigen Räumen eine tragende Rolle zu», freut sich Leuenberger. Gerade nach dem fulminanten Eröffnungswochenende im September und den enthusiastischen Reaktionen der zahlreichen beteiligten Künstlerinnen und Künstler sei ihm bewusst geworden, wie wenig bekannt das Gebäude in der Bevölkerung als Location an sich eigentlich sei. «Wir verfügen seit der Sanierung nicht nur über einen aufgewerteten Grossen Saal oder Burgerratssaal auf neustem technischen Stand. Insbesondere durch die neu gestalteten Restaurationsbereiche im Erdgeschoss sind attraktive Räume wie etwa der Salon d’Or entstanden, wo wir entsprechend auch kleinere Formate, zum Beispiel den Musik-Talk «Tunesday», präsentieren werden.» Apropos Erdgeschossbereich: Hier wird ersichtlich, dass Nik Leuenberger im Casino mit seinem Programm auf Verstärkung zählen kann. Gleich drei Küchenchefs zeichnen nämlich hier in ihren Restaurationsbereichen für vielfältige kulinarische Highlights verantwortlich und beliefern diverse Events gleich auch an Ort und Stelle, etwa die weihnächtliche Reihe «Jingle Bern» im Grossen Saal, wo zur Show diniert wird.

Weihnachten einmal anders
Das Hauptstadt-Varieté «Jingle Bern», das ab Ende November an acht Abenden hintereinander im Grossen Saal über die Bühne rauscht, ist übrigens ein in Bern noch nie dagewesenes Format und bringt den neuen Casino-Geist perfekt auf den Punkt. Das viergängige edle Dinner wird mit einem hochkarätigen Programmmix aus Magie, Akrobatik und Comedy begleitet. «Als ‹Master of Ceremonies› führt Kabarettist Bänz Friedli pointiert satirisch durch diesen etwas anderen Weihnachtsabend», meint Nik Leuenberger begeistert.
Ohnehin ist alles auf den Casino-Bühnen seit Beginn der neuen Saison etwas anders. Zu erwähnen ist etwa die Reihe «Neo:Klassik», bei der Grenzüberschreitendes Programm ist. Verpflichtet werden internationale Acts, die Klassik und Electronica vermählen, wie etwa der englische Cellist Peter Gregson oder die junge polnische Piano-Impressionistin Hania Rani.

Cocktail der Musen und Tafelgespräche
Eine Gastgeberin und ein Gastgeber prägen zwei weitere Formate. Die redegewandte Violinistin Gwendolyn Masin bringt mit dem «Cocktail der Musen» klassische Musik mit anderen Genres zusammen und lädt dazu bekannte Musikgäste ein und gestaltet mit ihnen überraschende Konzertabende. Rund viermal jährlich wird es «polittisch», dann lädt Talkmaster Viktor Giacobbo im Burgerratssaal zum Tafelgespräch über Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft. Zum Dessert gibt es neben Süssem auch eine Portion Stand-up.

www,casinobern.ch

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