Sozialpreis 2017 der Burgergemeinde Bern für den Verein «beraber» und das «Internetcafé Power-Point»

Publiziert: 12.05.2017
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Am Freitagabend hat die Burgergemeinde Bern zum sechsten Mal ihren Sozialpreis an zwei einmalige Institutionen aus Bern verliehen. Der Verein «beraber» wurde mit 30‘000 Franken und das «Internetcafé Power-Point» mit 20‘000 Franken honoriert. Die Burgergemeinde ehrt damit das aussergewöhnliche Engagement beider Organisationen im Zeichen der Integration.

Beim Verein «beraber» unterrichten Studierende Jugendliche und Kinder mit Migrationshintergrund und setzen sich so für mehr Chancengleichheit im Bildungssystem ein. Thomas Näf ermöglicht mit seinem «Internetcafé Power-Point» Erwerbslosen, Asylsuchenden und Armutsbetroffenen kostenlosen Internetzugang und stellt ihnen Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Die Burgergemeinde Bern anerkennt die Leistungen beider Institutionen, die mit wenig Mitteln wirkungsvolle Projekte ins Leben gerufen haben und somit einen aktiven und direkten Beitrag für die Integration leisten. Die Preisgelder unterstützen das «Internetcafé Power-Point» und «beraber» dabei, ihre Ziele auch in Zukunft zu verwirklichen.

Frau Sabine Dahinden Carrel führte durch die Preisverleihung im Progr, dem Zentrum für Kulturproduktion. Das Gasn-Trio aus Israel begleitete den Anlass mit virtuosen Klängen auf Akkordeon, Geige und Kontrabass.

«beraber» – Integration durch Bildung
Die Idee hinter «beraber» überzeugt – eine gute Schulbildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Integration. Seit 2008 erteilen Studierende Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund spezifischen Förderunterricht, um individuelle Schwächen anzugehen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten von ihren «beraber»-Lehrkräften neben schulischer Unterstützung auch Hilfe bei der Berufswahl oder Ratschläge zu privaten Themen. Einen grossen Teil ihres Engagements leisten die Studierenden auf ehrenamtlicher Basis. Was mit acht Kindern und Jugendlichen begonnen hat, ist innert weniger Jahren zu einem Erfolgsprojekt geworden. Heute betreuen 140 Studierende 160 Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 18 Jahren. «beraber» heisst auf türkisch zusammen und existiert auch in Basel und Zürich.

Kostenloser Internetzugang und Computerarbeitsplätze für alle
Im Jahr 2011 hat Thomas Näf das «Internetcafé Power-Point» gegründet. Aufgrund persönlicher Betroffenheit hatte er die Idee, eine Institution ins Leben zu rufen, die als Dienstleistung Arbeitslosen, Armutsbetroffenen und Asylbewerbenden einen kostenlosen Internetzugang sowie Computerarbeitsplätze anbietet. In fünfjähriger Aufbauarbeit und ohne finanzielle Eigenmittel verwirklichte Näf die Vision von einem kostenfreien Internetcafé für Bedürftige. Er verhandelte mit Behörden, Hilfswerken, Organisationen und Firmen und realisierte das Internetcafé mit derzeit dreizehn Computerarbeitsplätzen. Das Angebot wird jährlich von rund 7‘000 Personen genutzt, welche vor allem auch den sozialen Kontakt vor Ort schätzen. Neben Vorlagen für Bewerbungen und Briefe bietet Näf auch Hilfe bei der Stellen- und Wohnungssuche sowie Computerkurse für Anfänger an.

www.beraber.ch/de/beraber-bern
www.internetcafe-powerpoint.ch

Weitere Auskünfte erteilen:
Stefanie Gerber Frösch, Kommunikation Burgergemeinde Bern, stefanie.gerber@bgbern.ch, T 079 876 59 67

Cécile Liberi, Präsidentin beraber Bern, cecile.liberi@beraber.ch, M 076 330 02 24

Thomas Näf, Geschäftsführer Internetcafé Power-Point, th.naef@internetcafe-powerpoint.ch, T 031 381 71 27, M 079 535 72 44

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