Berns schönste Bilderchroniken online

Publiziert: 01.02.2013

Wie sah die Schreibstube Diebold Schillings im Berner Rathaus aus? Gibt es ein Porträt von Kuno von Bubenberg, dem ersten Stadtbaumeister Berns? Wie prächtig war das Lager Karls des Kühnen vor Murten ausstaffiert? Auf diese und viele andere Fragen ist die Antwort leicht zu finden – in den Schilling-Chroniken der Burgerbibliothek Bern, die neu vollständig digitalisiert auf e-codices, der virtuellen Handschriftenbibliothek der Schweiz, einsehbar sind.

Die Burgerbibliothek Bern freut sich, mit der Amtlichen Berner Chronik und dem «Spiezer Schilling» der Öffentlichkeit, der Forschung und allen Interessierten zwei der bedeutendsten und schönsten Chroniken des Mittelalters online zur Verfügung zu stellen.

Die beiden Bilderchroniken stellen einen Höhepunkt spätmittelalterlicher Stadtgeschichtsschreibung dar. Sie erzählen die Geschichte der Stadt Bern in Wort und Bild als dichte Folge militärischer Eroberungen und Siege. Sie schildern aber auch Alltagsszenen und bemerkenswerte Ereignisse. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen, werden die geschilderten Ereignisse wirklich.

Verfasser der beiden Chroniken ist der Berner Stadtkanzlist Diebold Schilling (um 1436-1486). Die Amtliche Berner Chronik wurde am 1474 vom Grossen Rat unter dem Vorsitz von Adrian von Bubenberg bestellt und in den Jahren 1478-1483 vollendet. Sie erzählt die Geschichte der 1191 gegründeten Stadt bis zum siegreichen Ende der Burgunderkriege mit den Tod Karls des Kühnen 1477.

Der «Spiezer Schilling» ist eine Bearbeitung der Amtlichen Berner Chronik und eng mit der Familie von Erlach, einer der bedeutendsten Familien Berns, verknüpft. Ihr privater Auftraggeber war der Schultheiss Rudolf von Erlach (1449-1507), Herrschaftsherr und Besitzer von Schloss Spiez. Die Chronik verblieb nach seinem Tod lange in Familienbesitz und wurde bis ins 19. Jahrhundert im Schloss Spiez aufbewahrt, was ihr den Namen «Spiezer Schilling» eintrug.

Seit Anfang dieses Jahres stehen die beiden Schilling-Bilderchroniken auf e-codices, der Virtuellen Handschriftenbibliothek der Schweiz, vollständig digitalisiert zur Verfügung. Auf e-codices finden sich noch weitere digitalisierte Handschriften der Burgerbibliothek Bern.

Burgerbibliothek Bern: www.burgerbib.ch (mit Öffnungszeiten Lesesaal und Reproangebot)
Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern: http://katalog.burgerbib.ch
e-codices unter: http://www.e-codices.unifr.ch/de

Weitere Auskünfte und Repros: Annelies Hüssy, Leiterin Bereich Privatarchive, Tel. 031 631 33 65, Mail: annelies.huessy@burgerbib.ch

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