Urnenabstimmung vom 17. Dezember 2008 - Die Burgergemeinde Bern heisst an ihrer Urnenabstimmung sämtliche Vorlagen gut

Publiziert: 17.12.2008

Die Stimmberechtigten der Burgergemeinde Bern haben an ihrer Urnenabstimmung
sämtliche Vorlagen gutgeheissen. Im Vordergrund steht dabei der Projektierungskredit
von 4,5 Millionen Franken für die Sanierung von Burgerheim und Burgerspital. Genehmigt wurde auch ein einmaliger Beitrag von 3 Millionen Franken an die Realisierung eines Robert-Walser-Zentrums in Bern.

Die Burgergemeinde richtet ihre Alterspolitik neu aus und passt ihre Heime den zeitgemässen Bedürfnissen an:

  • das Burgerheim Bern (Standort Viererfeld) soll nach 40 Jahren saniert und umgebaut werden
  • das Burgerspital Bern (Standort Bahnhofplatz) soll nach 30 Jahren saniert, umgebaut und für eine Mischnutzung geöffnet werden.

Die neuen Wohn- und Pflegeeinheiten sollen den Bedürfnissen der älteren Burgerinnen und Burger entsprechen. Zudem wird eine kostendeckende Führung beider Standorte (die künftig als ein Heim betrieben werden) angestrebt. Für die Planung dieser Sanierungen ist nun mit 1908 Stimmen ein Projektierungskredit von 4,5 Millionen Franken gutgeheissen worden.

Robert-Walser-Zentrum in Bern

Mit dem Umzug der Robert Walser-Stiftung nach Bern soll 2009 der literarische Nachlass eines der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts in die Stadt zurückkehren, in der Robert Walser den Hauptteil seines Werks verfasst hat.
Das geplante Robert Walser-Zentrum ist nach dem Vorbild vergleichbarer Institutionen

ausgestaltet und arbeitet eng mit dem Schweizerischen Literaturarchiv zusammen. Der nun mit 1738 Stimmen genehmigte, einmalige Beitrag der Burgergemeinde Bern von 3 Millionen Franken soll in Zusammenarbeit mit anderen Geldgebern (Schweizerische Eidgenossenschaft, Kanton Bern, Stadt Bern, Berner Kantonalbank) die Realisierung dieses Zentrums ermöglichen.

Weitere Geschäfte

Der Voranschlag der Burgergemeinde (der – bei einem Aufwand von 122 Millionen und einem Ertrag von 111 Millionen - infolge vieler ausserordentlicher und einmaliger Ausgaben v.a. im Kulturbereich einen Verlust von 11 Millionen Franken vorsieht) wurde mit 1942 Stimmen genehmigt. Gutgeheissen mit 1883 Stimmen wurde schliesslich auch die Teilrevision der Satzungen.

In den Kleinen Burgerrat, die Regierung der Burgergemeinde, wurde Georg Thormann, Gymnasiallehrer, gewählt.

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