Neuer Direktor für das Naturhistorische Museum

Publiziert: 15.06.2010

Das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern erhält einen neuen Direktor: Der Kleine Burgerrat der Burgergemeinde Bern hat gestern Christoph Beer, Chef der Landesgeologie, zum Nachfolger von Prof. Marcel Güntert gewählt, der nächstes Jahr in den Ruhestand treten wird. Beer wird sein Amt am 1. Mai 2011 antreten.

Mit rund 100‘000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr gehört das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern zu den bedeutendsten Naturmuseen der Schweiz. Neben den Ausstellungen hat sich das Museum auch einen internationalen Ruf mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten auf den Gebieten der Zoologie und der Mineralogie verschafft. Der neue Direktor wird die Leitung über einen Mitarbeiterstab von ca. 65 Personen übernehmen.

Christoph Beer ist eine ausgewiesene Führungskraft mit naturwissenschaftlichem Fachwissen und seit 2006 Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesamts für Landestopographie (swisstopo), wo er den Bereich Landesgeologie leitet. Er ist im Kanton Schaffhausen aufgewachsen und hat an der Universität Bern Geologie studiert. Das Studium schloss er mit einem Doktorat in Ingenieurgeologie an der ETH Zürich ab. Seine berufliche Karriere führte ihn über Tätigkeiten in der Privatwirtschaft als Teamleiter und Geschäftsführer in Unternehmen für Geologie-, Bau- und Umweltberatung im Jahr 1997 in Bundesdienste. Nach Kaderfunktionen im Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft und in der
Landeshydrologie und -geologie übernahm er 2002 die Leitung der Landesgeologie im damaligen Bundesamt für Wasser und Geologie. Vor fünf Jahren überführte er die Landesgeologie in die swisstopo im Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Christoph Beer ist 47 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern.

Christoph Beer wird im Frühjahr 2011 die Nachfolge von Prof. Marcel Güntert übernehmen, der nach 26 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Museumsdirektor in den Ruhestand treten wird. Die Burgergemeinde Bern schätzt sich glücklich, mit Christoph Beer einen erfahrenen und kommunikativen Fachmann für die künftige Führung des Naturhistorischen Museums gewonnen zu haben − einer Institution, die tief in der Berner Bevölkerung verankert ist. Sein

Amtsantritt wird mit der Eröffnung der stimmungsvollen Ausstellung der «Planggenstock-Kristalle» zusammenfallen, des Jahrhundertfunds in den Urner Alpen, den die Burgergemeinde Bern im vergangenen Jahr erwerben konnte.

Weitere Auskünfte erteilt:
Georg Thormann, Präsident der Kommission des Naturhistorischen Museums der
Burgergemeinde Bern, Tel. 031 351 45 59 oder georg.thormann@bluewin.ch

Kulturelle Institution der Bernburger

Die Wurzeln des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern reichen zurück in das Jahr 1694, als in der Stadtbibliothek ein Naturalienkabinett eingerichtet wurde. Seine Selbständigkeit erhielt das Museum 1832, und 1852 wurden die Museumssammlungen der Burgergemeinde Bern zugewiesen. In Erfüllung ihres öffentlich-rechtlichen Auftrags hat die Burgergemeinde seither das Museum zur heutigen Grösse ausgebaut. Die Betriebskosten von rund 8 Mio. Franken jährlich werden zu sieben Achteln von der Burgergemeinde und zu einem Achtel vom Kanton Bern getragen, der damit die Kosten der wissenschaftlichen Tätigkeit des Museums deckt (Benutzung der Sammlungen, Beteiligung an der Forschung und Lehre der Universität Bern). Bekannt geworden ist das Museum mit seinen über 220 Schaukästen mit einheimischen und afrikanischen Tieren, mit seiner international
herausragenden Sammlung von Kluftmineralien sowie mit «Barry», dem bis nach Japan berühmt gewordenen Lawinenrettungshund vom Grossen St. Bernhard-Pass.

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