Die Burgergemeinde Bern hat den Kulturpreis 2008 dem Theaterzirkus Wunderplunder überreicht

Publiziert: 26.05.2008

Im Rahmen einer Feier im Zirkuszelt hat der Präsident der Burgergemeinde Bern, Franz von Graffenried, dem Theaterzirkus Wunderplunder den mit 100'000 Franken dotierten Kulturpreis überreicht. Damit würdigt die Burgergemeinde das „beeindruckende Engagement, mit dem die Zirkustruppe den Angehörigen von Schulen, sonderpädagogischen Institutionen und Altersheimen die Gelegenheit bietet, in der Manege in eine andere Rolle zu schlüpfen und damit einen speziellen Farbtupfer in den Alltag zu setzen.“ Ehrengast Bundesrat Samuel Schmid erklärte, der Zirkus leiste „sehr, sehr viel“ für unsere Gesellschaft und verdiene dafür Dank und Anerkennung.

Der Kulturpreis der Burgergemeinde Bern ist mit 100'000 Franken eine der grössten kulturellen Auszeichnungen der Schweiz. Der mit dem „Jubiläumspreis" – der Kulturpreis wird 2008 zum 20. Mal ausgerichtet – ausgezeichnete Theaterzirkus Wunderplunder animiert in erster Linie Kinder zu Zirkusauftritten und lässt sie damit ihre Wünsche verwirklichen, in eine andere Rolle schlüpfen und bisher unbekannte Stärken entdecken – kurz: eine gemeinsame, unvergessliche Zirkuswoche erleben. Der Theaterzirkus Wunderplunder ist jeweils von Mai bis Oktober vor allem im Kanton Bern unterwegs.

Der Theaterzirkus Wunderplunder kann von Schulen, sonderpädagogischen Institutionen, Altersheimen, Elternvereinen engagiert werden – von allen, die ihre Träume ausleben und sich kreativ und artistisch betätigen möchten.

"Ein Lachen auf die Gesichter zaubern!"
Bundesrat Samuel Schmid erklärte, Wunderplunder biete Kindern, Jugendlichen und Menschen mit einer Behinderung eine Oase in einer Gesellschaft, die voll auf Leistung getrimmt sei. Und weiter: „ Wunderplunder fördert Kreativität und Selbstvertrauen, baut Schranken ab und verwirklicht Träume: dies immer mit dem Ziel, Freude zu bereiten, ein Lachen auf die Gesichter zu zaubern."

Vom Pionierprojekt zum Kleinbetrieb
Aus dem Pionierprojekt von 1984 ist ein veritables Kleinunternehmen geworden. Die Wunderplunder-Tourneen sind gut gebucht; die Anzahl der Mitarbeitenden liegt seit einigen Jahren konstant bei zehn Personen verschiedenster Herkunft, die alle versuchen, auf die Phantasien der Kinder einzugehen und mit ihnen ihre Träume zu verwirklichen. Sie reisen mit Holzwagen, einem richtigen Zirkuszelt und einem hellblauen Lastwagen voller Animationsmaterial und allerlei wunderlichem Plunder an und verwandeln die Umgebung in ein Zirkusdorf zum Anfassen.

Ein gemeinnütziger Verein
Der Theaterzirkus Wunderplunder ist ein Verein mit 10 Aktivmitgliedern und 1100 Passivmitgliedern. Er ist gemeinnützig und nicht gewinnorientiert. Der Kulturpreis der Burgergemeinde Bern soll für Investitionen eingesetzt werden, die den Fortbestand des Unternehmens auch längerfristig sichern (Renovation von Zirkuswagen, Beschaffung von Animationsmaterial, Anschaffung eines neuen Transporters usw.). Ausserdem ist vorgesehen, einen „Infrastruktur-Risiko-Fonds" einzurichten.
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