Der Burgerspittel im Umbruch. Vorübergehende Folgen der Sanierungen: Weniger Bewohner – weniger Personal

Publiziert: 17.05.2011

Die 2009 beschlossene Sanierung der Burgerspittel am Bahnhofplatz und im Viererfeld steht vor einem ersten
Etappenziel, der Eröffnung des Westbaus im Viererfeld. Wegen der Bauarbeiten wurden schon seit längerer Zeit keine neuen Bewohnerinnen und Bewohner mehr aufgenommen; statt 250 wohnen gegenwärtig noch 165 Personen in den beiden Häusern. Dies hat Auswirkungen auf den Personalbestand; rund 18 Mitarbeitende sind von Kündigungen betroffen. Ein umfassendes Unterstützungsangebot liegt bereit.

Das Umbauprojekt „Burgerspittel“ erreicht ein erstes Etappenziel: Am Standort Viererfeld steht der Neubau des „Westbaus“ kurz vor der Fertigstellung; Anfang Juli 2011 wird das umgebaute und modernen Ansprüchen wieder genügende Haus dem Betrieb übergegeben.

In einer nächsten Etappe wird im Viererfeld das „Scheibenhaus“ umgebaut. Damit steht den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Umzug bevor. Gleichzeitig wird auch ein Teil der Bewohner des Bahnhofplatzes in den neuen Westbau umziehen. Der Betrieb am Bahnhofplatz wird zunächst auf ein Stockwerk reduziert; Mitte 2012 werden die Türen für die Bauphase ganz geschlossen.

Wegen der Umbauten wurden schon seit längerer Zeit keine neuen Bewohnerinnen und Bewohner mehr aufgenommen; ihre Zahl hat sich dadurch von 250 auf 165 (Ende März) verringert.

Sozialplan und Beratungen

Daher musste und muss auch der Bestand der Mitarbeitenden angepasst werden. Kündigungen sind unumgänglich. An Informationsveranstaltungen vom 16. und 17. Mai 2011 wurden die Mitarbeitenden sowie die Bewohnerinnen und Bewohner informiert. Von Kündigungen sind an beiden Standorten rund 18 (von insgesamt 204) Personen betroffen und 7 gehen frühzeitig in Pension. Ein Sozialplan liegt vor. Die Burgergemeinde ist bereit, die Kündigungsfrist zu verlängern, wenn innerhalb der ordentlichen Frist keine neue Stelle gefunden wird. Angeboten werden weiter eine Outplacement-Beratung und ein Bewerbungstraining. Entscheide und Vorgehen wurden mit dem Beco abgesprochen.

Die Burgergemeinde legt Wert auf die Feststellung, dass das Verhältnis zwischen Bewohnerinnen/Bewohnern und Mitarbeitenden in der Pflege auch nach den Entlassungen um rund 10 Prozent über der kantonalen Norm (GEF-Richtwert) liegt.

Der Bestand an Bewohnerinnen und Bewohnern wird mit Fortdauer der Bauarbeiten weiter sinken, aber nach erfolgter Sanierung wieder wachsen. Logischerweise werden dann auch wieder neue Arbeitsplätze geschaffen.

Weitere Auskünfte erteilt:
Andreas Kohli, Burgergemeindeschreiber, Tel. 031 328 86 00
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