Bestimmungswoche im Naturhistorischen Museum: Wir kennen Ihre Geheimnisse

Publiziert: 13.08.2013
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Bild: Lisa Schäublin/NMBE

Es ist bereits eine kleine Tradition am Naturhistorischen Museum Bern: Nach den Sommer- und Herbstferien helfen Wissenschaftler den Besuchern, Mitbringsel aus den Ferien zu bestimmen. Diese bescheren den Museumsexperten hin und wieder einiges Kopfzerbrechen.

In den Ferien am Strand einen skurrilen Knochen gefunden? In den Bergen einen aussergewöhnlichen Stein entdeckt? Nach den Ferien hat manch ein Urlauber ein Souvenir zuhause und würde gerne wissen: Was ist das eigentlich? In solchen Fällen schafft das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern Abhilfe: Seit fünf Jahren führt es nach den Sommer- und Herbstferien eine Bestimmungswoche durch. Nächste Woche ist es wieder soweit.

Wer Objekte aus der Tierwelt, Gesteine/Mineralien oder Fossilien mitbringt, findet im «Vielfaltspektrum» eine Vergleichssammlung: Diese enthält zahlreiche Objekte, mit Hilfe derer die Finder ihre Stücke einordnen und vielleicht sogar selber bestimmen können. Hilft das nicht, sind die Spezialisten des Museums zur Stelle. Die Besucher können sich an der Kasse melden und werden von einem Wissenschaftler kostenlos beraten. In den Fachbereichen Wirbeltiere, wirbellose Tiere und Erdwissenschaften ist viel Fachwissen vorhanden. Wer selber kein Objekt dabei hat, kann sich trotzdem im Selberbestimmen üben: Knochen und Fossilien stehen bereit. 

Zum ersten Mal können die Finder und Finderinnen ihre Anfragen auch auf der Facebook-Seite des Museums (www.facebook.com/NMBern) oder über Twitter (@nmbern) stellen – selbstverständlich mit Foto.

In den letzten Jahren kam es aber auch vor, dass selbst die Kapazitäten im Haus nicht mehr weiter wussten. Vor zwei Jahren standen die Forscher der Wirbeltier-Abteilung bei einem seltsamen Knochen vor einem Rätsel. Da sie nicht mehr weiterkamen, holten sie Rat bei Fachkollegen in Frankreich, England und der Schweiz. Dank eines Hinweises aus Basel konnte der knifflige Fall gelöst werden: Es handelte sich um einen ungewöhnlich deformierten Schädel eines Grunzerfisches aus Südostasien. Der Schultergürtel einer Meeresschildkröte oder der Teil eines Meteoriten, der in der Schweiz gefunden wurde – das waren weitere Objekte, die zur Bestimmung vorbeigebracht wurden.

Das Naturhistorische Museum betont, dass es heikel ist, im Ausland Dinge vom Boden aufzulesen und mitzubringen. Es hält die Finder an, die örtliche Gesetzgebung zu beachten. Einschliesslich dieses wichtigen Aspekts freut sich das Naturhistorische Museum auf viele interessante Mitbringsel!

Wer ein Objekt zur Bestimmung mitbringt, erhält freien Eintritt ins Museum!

Weitere Auskünfte erteilt: Simon Jäggi, Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit, Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern, Tel. 031 350 72 97 (Mo, Di, Mi, Fr (var.))

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