Bernisches Historisches Museum: Ausgewiesener Finanzbedarf. Die Burgergemeinde Bern unterstützt das Bernische Historische Museum in der nächsten Subventionsperiode (2012 – 2015) mit zusätzlichen 1,6 Millionen Franken

Publiziert: 01.10.2010

Um der ab 2012 drohenden Unterfinanzierung des Bernischen Historischen Museums (BHM) zu begegnen, spricht die Burgergemeinde Bern für den Zeitraum 2012 – 2015 jährlich
400'000 Franken. Diese Summe, die zum bereits bestehenden „ordentlichen“ Beitrag von jährlich 2,2 Mio. Fr. dazukommt, ist ausdrücklich für die Bereiche „Dauerausstellung, Sammlungserhalt und -erschliessung sowie Bildung und Vermittlung“ vorgesehen. Die Burgergemeinde gibt ihrer Hoffnung Ausdruck, dass auch die anderen Träger des BHM, Stadt und Kanton Bern, einen erhöhten Beitrag sprechen.

Das Bernische Historische Museum/BHM ist ein Flaggschiff in der Berner Kulturlandschaft. Es wird finanziert durch den Kanton Bern (1/3), die Burgergemeinde Bern (1/3), die Stadt Bern (rund 2/9) und die Gemeinden der Region (rund 1/9).

Die vom neuen Direktor des BHM Jakob Messerli erarbeitete Analyse zeigt für die nächste Finanzierungsperiode 2012 – 2015 eine deutliche Unterfinanzierung. Der erwartete Fehlbetrag von rund 1,2 Mio. Fr. pro Jahr ist namentlich auf vier Faktoren zurückzuführen:

  • die neu anfallenden Betriebskosten des KUBUS
  • die Reduktion der Beiträge des Lotteriefonds an die Wechselausstellungen
  • den dringenden Bedarf im Bereich der Sammlungserhaltung und -erschliessung
  • die Notwendigkeit eines nachhaltigen Bildungs- und Vermittlungsangebotes

Das hohe Niveau halten

Die Burgergemeinde Bern bezeichnet den zusätzlichen Mittelbedarf des BHM „grundsätzlich als gerechtfertigt“ und als Voraussetzung dafür, dass „das BHM sein hohes, international ausstrahlendes Niveau im Ausstellungsbereich halten, aber auch seinen Aufgaben im Bereich der Pflege und Erhaltung der Kulturgüter nachkommen kann.“ Deshalb wird ein „starkes Bekenntnis zum BHM“ abgegeben – und deshalb werden die anderen Träger in die Pflicht genommen:

  • Zum einen erhöht die Burgergemeinde ihren Subventionsbeitrag für die nächste Finanzierungsperiode 2012 – 2015 über die Teuerung von 2,5 Prozent hinaus einseitig und anteilig (Drittel) um 400'000 Franken pro Jahr.
  • Zum anderen hält sie fest, dass diese Erhöhung ab 2016 wieder wegfallen wird, wenn die anderen Träger nicht gleichziehen. Mit Blick auf diese Subventionsperiode 2016 – 2019 regt die Burgergemeinde zudem einen „runden Tisch“ mit den anderen Trägern zur Zukunft des BHM an.

Weitere Auskünfte: Franz von Graffenried, Burgergemeindepräsident, Tel. 031 328 86 00 und Jakob Messerli, Direktor BHM, 031 350 77 42

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