„BOGA als wichtiger öffentlicher Ort“ - Die Burgergemeinde Bern zieht ein Engagement im öffentlichen Teil des Botanischen Gartens Bern (BOGA) in Erwägung

Publiziert: 16.03.2007

Der Kleine Burgerrat, die Exekutive der Burgergemeinde Bern, prüft ernsthaft, sich im Botanischen Garten Bern zu engagieren. Dies mit dem Ziel, eine neue Trägerschaft zu bilden, die den öffentlichen Teil des Gartens betreut und einer vermehrten, populäreren Nutzung zuführt. Davon nicht betroffen sind die Forschungseinrichtungen, die – auch finanziell - in den universitären Bereich gehören. Zunächst soll nun zusammen mit möglichen Partnern ein Nutzungskonzept ausgearbeitet werden.

Der Botanische Garten Bern ist eine schöne und idyllische Anlage. Sie soll als solches erhalten bleiben, aber vermehrt von der Öffentlichkeit genutzt werden. Diese Ansicht vertritt der Kleine Burgerrat; er ist durchaus auch bereit, eine substantielle Beteiligung der Burgergemeinde Bern an einer neuen Trägerschaft zu prüfen. Er formuliert aber Bedingungen.

Ein Nutzungskonzept

Es wird freilich nicht ins Blaue hinaus gewirtschaftet: Die „neue" Nutzung" des Botanischen Gartens soll vielmehr sorgfältig überdacht und konzeptionell geregelt werden; dazu gehört auch ein verbindlicher Businessplan. Diese Denkarbeit soll von einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von BOGA-Stiftung und -Betrieb, der Burgergemeinde und weiterer Interessierter geleistet werden. Klar ist für den Kleinen Burgerrat, dass der Forschungsbereich zur Universität gehört.

„Ein Zeichen der Wertschätzung"

Die Leiterin des Botanischen Gartens, Verena Gysin, begrüsst die Absicht der Burger-gemeinde sehr. „Die mögliche Mithilfe der Burgergemeinde bei der Ausarbeitung eines Konzeptes ist für uns ein Zeichen der Wertschätzung für die Belange des Botanischen Gartens. Wir sind überzeugt, dass diese Mitwirkung eine Signalwirkung auf weitere mögliche Geldgeber haben wird."

Historische Bezüge

Historisch gesehen bestehen Bezüge zwischen der Burgergemeinde Bern und dem Bo-tanischen Garten. So gehörte Albrecht von Haller, der jüngste Sohn des Universalge-lehrten, zu den Mitbegründern des ersten Botanischen Gartens in Bern im Jahr 1789. Und es war die Burgergemeinde, die 1804 das Grundstück bei der Stadt- und Universitätsbibliothek für einen neuen Botanischen Garten zur Verfügung stellte. Seit bald 150 Jahren (1859) befindet sich der Garten nun am heutigen Standort am Rabbental.

Für die Jubiläumsfeiern Haller 300, die 2008 stattfinden, plant der Botanische Garten eine Sonderausstellung zu "Hallers (G)Arten - Wild- und Kulturpflanzen im 18. Jahrhundert".

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