Affen

Im Jahre 1321 schlossen sich die Meister und Gesellen des Steinmetzen-, Steinhauer-, Maurer- und Steinbrecherhandwerks in Bern zu einer Steinhauer-Bruderschaft zusammen – der heutigen Zunftgesellschaft zum Affen.

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«Affe Gottes» wurde der Künstler als begnadeter Nachahmer in frühchristlicher Zeit genannt. Die Lern- und Nachahmungsfähigkeit der Affen lässt die Bezeichnung «Affe Gottes» für den Natur und Umwelt nachbildenden Künstler verstehen. Es ist kein Zufall, dass sich die Meister und Gesellen des Steinhandwerks beim Zusammenschluss von 1321 zu einer Bruderschaft nach dem Affen benannten.

Als Erbauer der ersten Stadtbefestigungen und – nach dem Stadtbrand von 1405 – auch der Wohnhäuser und öffentlichen Bauten, haben die Steinmetzen das Bild unserer Stadt für alle Zeiten geprägt. Heute fällt den Steinleuten die Aufgabe zu, das so kunstvoll Geschaffene zu erhalten. Dies verbindet die Zunftgesellschaft mit der steinhandwerklichen Tradition.

1431 schloss sich die Bruderschaft mit der Gemeinschaft der Münster-Steinmetzen zu einer einzigen Gesellschaft zusammen. Im Haus «zum Affen», Ecke Kramgasse/Kreuzgasse, seit 1389 im Besitz der «Affen», gab sie sich eine bis 1798 gültige Handwerksordnung und Stubensatzung. Hauptaufgabe war die Überwachung der Ausbildung und Prüfung der jungen Steinhandwerker.

1347 haben die «Affen» mit dem Ankauf einer Pfründe im Unteren Spital ihre Fürsorgetätigkeit aufgenommen. Dieser wird heute grosses Gewicht beigemessen, geleitet wird sie vom Vorgesetztenkollegium (Gemeinderat, neun Mitglieder).

Seit 1832 befindet sich die Zunftgesellschaft in den Häusern Kramgasse 5 bzw. Münstergasse 4 und zählt mit 855 Angehörigen zu den kleineren Gesellschaften.

Website Zunftgesellschaft zum Affen

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