Soziale Unterstützung

Die Burgergemeinde kümmert sich um sozial benachteiligte Menschen und um solche, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Neben den Einrichtungen für die Burgerinnen und Burger gibt es auch Unterstützungsangebote, die der gesamten Bevölkerung offenstehen. Zudem werden soziale Engagements mit namhaften Beiträgen gefördert.

Neue Leitlinien für die Engagements in Kultur und Gesellschaft

Die Burgergemeinde erarbeitete im Jahr 2017 neue Leitlinien für die Engagements in Kultur und Gesellschaft (EKG). Mit dem Fokus auf Kultur und Gesellschaft haben die neuen Leitlinien die ganze Bandbreite des menschlichen Miteinanders im Blick – von den Künsten bis zum Sport und von Traditionsverbundenem bis zu Visionärem. Nach wie vor gehören der Bernbezug und die Qualität eines Projekts zu den grundlegenden Voraussetzungen um in den Genuss eines Förderbeitrags zu kommen. Neu wurden zusätzlich Förderschwerpunkte definiert, an welchen sich die künftigen kulturellen und gesellschaftlichen Engagements orientieren werden. Im Fokus stehen das generationenverbindende Wirken, das ehrenamtliche Engagement und die Freiwilligenarbeit, die Auseinandersetzung mit und Aktualisierung von Kulturerbe und Tradition sowie die institutionenübergreifende Vernetzung und Kooperation.

Die Engagements in Kultur und Gesellschaft der Burgergemeinde erfolgen über verschiedene eigene Einrichtungen (Institutionen/Abteilungen, Stiftungen) und Gefässe (einmalige und mehrjährige Beiträge, Preise) und über teils jahrzehntelange Partnerschaften mit Museen, Schlossstiftungen sowie der Denkmalpflege und Archäologie. Die eigenen Einrichtungen - wie beispielsweise das Naturhistorische Museum, das Kultur Casino, die Burgerbibliothek oder das Berner GenerationenHaus - geniessen nach wie vor oberste Priorität in den Engagements von Kultur und Gesellschaft. Diese Einrichtungen verfolgen grundsätzlich eine eigene Strategie. Bei den wiederkehrenden Beiträgen strebt die Burgergemeinde langfristige Partnerschaften an.

Leitlinien für Engagements in Kultur und Gesellschaft der Burgergemeinde Bern — 185Kb
Die Leitlinien für Engagements in Kultur und Gesellschaft (EKG) der Burgergemeinde Bern schaffen eine gemeinsame Grundlage für ihre Aktivitäten im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich.

Förderung sozialer Projekte

Die Burgergemeinde leistet ein grosses Engagement bei der Förderung sozialer Projekte. 2014 beispielsweise hat die Sozialkommission der Burgergemeinde 85 Gesuche mit Beiträgen von insgesamt 165 000 Franken unterstützt. Die Kommission bewilligte zudem finanziell grössere oder auch mehrjährige Beiträge.

Seit 2012 wird zudem jährlich der mit 50 000 Franken dotierte Sozialpreis verliehen. Die Burgergemeinde Bern anerkennt mit dem Sozialpreis aussergewöhnliche Vorhaben und Leistungen im Sozialbereich. Der Sozialpreis soll dem Träger ermöglichen, seine wertvolle Arbeit mit neuen Impulsen und verstärkten Aktivitäten fortzusetzen.

Das Burgerliche Jugendwohnheim

Das Burgerliche Jugendwohnheim mit seinen beiden Abteilungen Schosshalde und SAT-Projekt begleitet und unterstützt Familien in belastenden Lebenslagen. Die Dienstleistungen umfassen ambulante, teil- und vollstationäre Begleitung und Unterstützung sowie für junge Erwachsene Arbeitsintegration in verschiedenen Arbeitsdisziplinen innerhalb des Burgerlichen Jugendwohnheimes und in externen Betrieben. Die Denk- und Handlungsweise aller Mitarbeitenden richtet sich nach dem Fachkonzept Sozialraumorientierung. Die massgeschneiderten Unterstützungsmassnahmen orientieren sich am Willen und den Ressourcen des einzelnen Menschen, sowie seiner Absicht, belastende Situationen zu verändern. Besteht seitens der Behörden keine Vorgabe, bleiben Eltern in ihrer vollen Erziehungsverantwortung.

Stiftung Sunnesyte

Eine unbeschwerte Kindheit ist nicht für alle eine Selbstverständlichkeit. Auch in der reichen Schweiz sind Kinder und deren Familien immer wieder von körperlichem Leid und dadurch von finanzieller Not betroffen. Ihnen zu helfen, hat sich die Stiftung Sunnesyte der Burgergemeinde Bern zur Aufgabe gemacht.

Das Berner Generationenhaus

Im Herbst 2014 wurde im altehrwürdigen Burgerspital das Berner GenerationenHaus eröffnet. In verschiedensten Lebenssituationen wird der Bevölkerung in diesem Haus fachliche Unterstützung angeboten – sei es in einem beratenden Gespräch rund um die Gesundheit, die aktuelle Lebenssituation oder die Familie. Die Fachpersonen der verschiedenen Beratungsstellen im Berner Generationenhaus unterstützen Sie gerne. Der zentrale Standort und die unterschiedlichen, auf die jeweiligen Bedürfnisse angepassten Angebote im Burgerspital bieten die Möglichkeit, sich generationenübergreifend auszutauschen. Zur Auswahl stehen Weiterbildungskurse, kulturelle Veranstaltungen, kreative Angebote und vieles mehr.

Burgerliche Sozialhilfe

Die Burgergemeinde Bern ist für die Gewährung der Sozialhilfe an die im Kanton Bern wohnhaften Burgerinnen und Burger ohne Gesellschafts- oder Zunftzugehörigkeit verantwortlich. Die Gesellschaften und Zünfte leisten in der Regel selber die soziale Unterstützung für ihre Angehörigen. Die Aufgaben des Kindes- und Erwachsenenschutzes werden von der burgerlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (bKESB) wahrgenommen.

Die Burgergemeinde Bern betreibt einen eigenen Sozialdienst, das Burgerliche Sozialzentrum (BSZ). Mithilfe ihres breiten Fachwissens in Sozialhilfe und im Kindes- und Erwachsenenschutz unterstützten und beraten die dort angestellten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter die zuständigen Behörden. Art und Umfang der Unterstützung richtet sich nach dem jeweiligen Auftrag der einzelnen Burgergemeinden, Gesellschaften und Zünfte und der burgerlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde.

Burgerinnen und Burger wenden sich mit ihren sozialhilferechtlichen Anliegen entweder an die Almosnerin, den Almosner der für sie zuständigen Gesellschaft oder Zunft oder aber ans BSZ (bsz@bgbern.ch). Für Fragen im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes steht ihnen das Behördensekretariat der bKESB zur Verfügung (martin.buser@bgbern.ch).

Die Sozialhilfe leistenden Burgergemeinden, Gesellschaften und Zünfte tragen die Kosten für die Sozialhilfe ihrer Angehörigen selber. Sie nehmen nicht am Lastenausgleichssystem des Kantons teil. Sie finanzieren auch die im Kindes- und Erwachsenschutzbereich auferlegten Kosten vor, wenn die betroffene Person aufgrund ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht in der Lage sind, für diese aufzukommen.

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