20 Jahre SAT-Projekt

Publiziert: 21.07.2014

Im August 1993 erfolgte der Start des für Bern pionierhaften SAT-Projekts. Entstanden ist es im Burgerlichen Jugendwohnheim, nach dem Konzept von Fredi Küffer, einem Mitarbeiter und nachmaligen Leiter des SAT-Projekts.

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1 / 6 Müller Rolf Büchler verfügt auch über eine sozialpädagogische Ausbildung, um individuell auf die Jugendlichen am Arbeitsort eingehen zu können.
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2 / 6 Durchblick vom Shop zur Mahlkammer.
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3 / 6 Herzstück der Mühle, das mittlerweile elektrisch betriebene Mahlwerk.
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4 / 6 Der Mühle-Laden, gleich am Eingang.
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5 / 6 «Mehr als Mehl» seit über 500 Jahren, die SAT-Mühle in Schönenbühl
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6 / 6 Die Bibere, der Grenzbach zum Kanton Freiburg, betrieb während Jahrhunderten das Mühlerad.

Text:  Peter Brönnimann und Annette Genge, Bilder: Martin Grassl

Zum Auftakt wurden drei Wohnungen angemietet, wovon deren zwei dem Portfolio der Domänenverwaltung entstammten. Damit konnten die ersten jungen Frauen und Männer in ihre jeweiligen Wohngemeinschaften einziehen.

Diese jungen Erwachsenen wohnten von nun an alleine, weitgehend selbständig, nur mehr ambulant begleitet. Diese Tatsache markierte pädagogisch gesehen einen neuen Arbeitsansatz. Und bis heute üben sich die Bewohnerinnen und Bewohner im selbständigen Wohnen und in Eigenverantwortung. Dabei werden sie von Bezugspersonen auf ihrem Weg zu grösstmöglicher Selbständigkeit unterstützt.

Das SAT-Projekt hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. Heute begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes bis zu dreissig junge Männer, Frauen und junge Mütter mit ihren Kleinkindern, seit 1999 auch junge Erwachsene, die schon in einer eigenen Wohnung leben. Die Betreuungsverhältnisse können bis zu zwei Jahre dauern. Der Kerngedanke aus der Gründungszeit, nämlich die Konsequenzen für das eigene Handeln selber zu tragen und zu verantworten, ist auch heute noch von zentraler Bedeutung.

In der SAT-Getreidemühle in Schönenbühl ist es den jungen Erwachsenen seit Januar 2000 zudem möglich, erste Schritte Richtung Arbeitswelt zu tätigen. Für einige von ihnen bedeutet dies den Wiedereinstieg nach mehrmonatigem Unterbruch einer vormaligen Beschäftigung.

Können diese Menschen wieder Zukunftsperspektiven entwickeln und den Glauben an ihre Fähigkeiten zurückgewinnen, so werden viele von ihnen auch ihre gesteckten Ziele erreichen. Nach wie vor ist das SAT-Projekt angewiesen auf gute Zusammenarbeit

mit anderen Fachstellen, wie beispielsweise Anbietern von Programmen für junge Arbeitslose, Sozialdiensten und Jugendanwaltschaften.

Aber auch die Netzwerkarbeit und Kooperationen mit diversen Liegenschaftsverwaltungen haben merklich an Bedeutung gewonnen. Ohne das Wohlwollen gerade dieser Partner gelänge es heute kaum mehr, die dringend benötigten Wohnungen für Gemeinschaften oder einzelne junge Erwachsenen zu finden.

Kontakt
Mühle Schönenbühl, 3179 Kriechenwil, Tel. 031 747 74 36,  info@sat-muehle.ch, http://bjw.ch/sat_muehle, Öffnungszeiten: Mo – Do, 8 – 16:45 Uhr.

Bärner Müschterli

Gigele und gugle mit bärnischi Anekdote, erzellt vom J. Harald Wäber.

Bärner Müschterli

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