Neue Stätte für grosse Kinomomente in Bern

Publiziert: 24.10.2015

Die Burgergemeinde unterstützt nicht nur grosse Kulturakteure in und um Bern mit wiederkehrenden oder einmaligen Beiträgen. Laufend werden auch kleinere Projekte aller möglichen Sparten gefördert. Allein im vergangenen Jahr wurden 463 Projektbeiträge im Gesamtwert von 1,28 Millionen Franken
gesprochen. Aber auch besondere Vorhaben im mittleren Bereich werden unterstützt. So hat die Burgergemeinde im neu eröffneten Kino Rex 15 Kinosessel im Wert von 75 000 Franken gespendet.

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1 / 4 Blick in den Kinosaal des Kinos Rex
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2 / 4 Leuchtender Sternenhimmel beim Eingang
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3 / 4 Das Foyer mit Bar
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TEXT: MARTIN GRASSL; BILDER: ANNETTE BOUTELLIER

Am 30. September 2015 fand im 1983 eröffneten Kino Kunstmuseum die letzte Filmvorführung statt. Glücklicherweise kommen Fans spezieller Filmreihen oder von Arthouse-Premieren seither um so mehr auf ihre Rechnung. Denn das profilierte Lichtspielhaus ist nur umgezogen und befindet sich seit Ende Oktober im Kino Rex, unter dessen Namen es neu firmiert. Rückblende ins Jahr 2003: Damals entschied sich das Kunstmuseum Bern, den eigenen Kinobetrieb einzustellen. In der Folge sprang der Verein Cinéville als neuer Betreiber in die Bresche und vermochte so die kinematografische Institution im Museum zu erhalten. Doch sieben Jahre später kam das Aus am Standort. Aufgrund des Platzbedarfs des Museums sah sich das Kino gezwungen, nach einer neuen Adresse Ausschau zu halten. Die Aufgabe der langjährigen Bleibe wurde jedoch auch als Chance gesehen. Und mit der Wahl des Kino Rex konnte tatsächlich ein Coup gelandet werden. Denn von der zentralen Lage an der Schwanengasse, zwischen Kern- und Vorstadt, erhofft man sich grössere Sichtbarkeit. Der Umzug war zudem Anlass, ein neues Betriebskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Grosse Umbauten dank zahlreichen Unterstützern
Das 1952 vom Architektenehepaar Oskar und Claire Ruefer erbaute Kino Rex wurde teils wieder in seinen Originalzustand versetzt, es erfolgten aber auch wesentliche Eingriffe in den Baukörper. Ursprüngliches wurde freigelegt, etwa der Terrazzoboden im Foyer, etliche übermalte Wände oder das alte Kassenhäuschen. Weiter wurde die Haustechnik rundum erneuert. Eine grosse bauliche Veränderung stellte die Teilung des Kinos in zwei Vorführräume dar. Auf dem vormaligen Balkon entstand ein separates Kinostudio, während der Kinosaal im Erdgeschoss reduziert belassen wurde. Der Duplexbetrieb erlaubt dem Kino Rex nun neu grössere Programmflexibilität. Vor beiden Leinwänden entstanden zudem niedrige Bühnen für weiterführende Veranstaltungen wie Werkeinführungen oder Lesungen. Der 1,8 Millionen Franken teure Umbau konnte nur dank breit abgestützter Hilfe umgesetzt werden. Rund ein Drittel der Budgetkosten wurden von Stadt und Kanton übernommen, der Rest mit Geldern von anderer Seite gedeckt. Hierbei fungiert die Burgergemeinde Bern als sogenannte Sitzsponsorin und hat dazu 15 Sitze im Wert von 75 000 Franken gespendet.

Kinojuwel mit vielseitigem Programm
Nicht nur in baulicher Hinsicht wird im neuen Kino Rex Stil gross geschrieben. Eine neue, schicke Bar soll ein gemischtes Publikum anlocken. Die bewährten Filmreihen samt Arthouse-Premieren aus der Kunstmuseumszeit werden noch markanter kuratiert. Die Kooperationen mit diversen Museen und ihren aktuellen Ausstellungen werden ausgeweitet. So etwa mit der Kunsthalle, dem Robert Walser Zentrum, dem Alpinen Museum oder dem Kunstmuseum Bern.

Openair-Kino 2016 im Spittelinnenhof geplant
Da das Kino Rex und das Burgerspital Nachbarn sind, lag eine thematische Kooperation mit dem Berner GenerationenHaus auf der Hand. Mitte August 2016 wird es soweit sein. Dann gastiert das Kino Rex im Berner GenerationenHaus und wird im Innenhof des Burgerspitals eine Reihe zum Thema «Generationen» zeigen: ein besonderer Ersatz nach dem Aus für das Openair-Kino auf der Grossen Schanze.

Bärner Müschterli

Gigele und gugle mit bärnischi Anekdote, erzellt vom J. Harald Wäber.

Bärner Müschterli

Kulturtipps

Bücher oder CDs, welche im Zusammenhang mit der Burgergemeinde stehen oder von ihr initiiert, respektive speziell gefördert wurden.
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