Geschäftsbericht mit Kater und Gorilla – Büsu 4

Publiziert: 05.12.2018
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Spass muss sein: Anstelle trockener Akten veröffentlicht das Naturhistorische Museum Bern seinen Geschäftsbericht seit nunmehr vier Jahren als knackigen, humoristischen Videoclip. Immer mit von der Partie ist der Kater und Namensgeber «Büsu». Heuer wurde «Büsu 4» gar für den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis «Edi» nominiert und gewann: Gold! Mehr als Grund genug fürs Medaillon, im Museum dieser Erfolgsgeschichte auf den Grund zu gehen. Simon Jäggi, Leiter Kommunikation & Marketing, stand Red und Antwort.

Medaillon: In «Büsu 4» beginnen die Tiere in der Sammlung einen lockeren Small Talk, sie haben menschliche Züge, ihre Stimmen haben ihnen Mitarbeitende des Museums geliehen. Museumsdirektor Christoph Beer etwa tritt als Gorilla auf. War es schwierig, ihn davon zu überzeugen, einen Silberrücken zu mimen?

Simon Jäggi (lacht): Als Gorilla aufzutreten, war zwar nicht sein persönlicher Wunsch, aber er hat diese Rolle dann klaglos akzeptiert.

Fast ein Dutzend Mitarbeitende verschiedener Abteilungen treten als Tiere auf. Wie lief das Casting ab?

Ein Motto unserer Kommunikation ist «Gesichter und Geschichten». Gerade die Mitarbeitenden, die unsere Besuchenden nicht zu Gesicht bekommen, etwa aus der Forschung oder dem Präparatorium, sollen auf witzige, kurzweilige Weise ins Rampenlicht gestellt werden. Ich habe, wie auch schon in den Vorjahren, einen Email-Aufruf an alle Mitarbeitenden fürs Casting verschickt. Auch diesmal fanden sich zum Glück genügend Mutige.

Ein früherer Geschäftsbericht zeigt Matto Kämpf mit einer toten Katze durchs Museum irren, letztes Jahr geisterten Zombies durchs Haus: Das ist nicht gerade, was man von einem Geschäftsbericht gewohnt ist.

Zu Beginn haben wir die Clips noch mit Zahlen und Fakten unterfüttert, davon haben wir uns mehr und mehr gelöst. Wahrscheinlich funktioniert «Büsu 4» auch deswegen so gut. Die Videos sollen als unterhaltsame Aufhänger fungieren, wer mehr wissen will, holt sich auf unserer Webseite weitere Informationen.

Für den Dreh der Videos hatte das Museum aber sicher versierte Partner an Bord?

Wir arbeiten seit Beginn weg eng mit der Berner Filmproduktionsfirma Lomotion zusammen, die auch für die unkonventionelle Fernsehserie «Experiment Schneuwly» verantwortlich zeichnet. Matto Kämpf aus dieser Serie ist überdies ein alter Bekannter unseres Museums. Die Filme sind in ausgesprochen partnerschaftlichem Teamwork aller Beteiligten zusammen mit Lomotion entstanden. So weiss ich gar nicht mehr, wer die zündende Idee für «Büsu 4» hatte. Wir liessen uns aber von der tollen Kult-Serie «Comfort Creatures» inspirieren.

«Büsu 4» hat am 1. November im Zürcher Schiffbau einen Gold-EDI in der Kategorie «Corporate Communications» abgeräumt!

Wir waren selber nur schon von der Nomination überrascht. Irgendwelche Gewinnchancen haben wir uns jedoch keine ausgerechnet. In der Endrunde hatten wir mit Videos grosser Firmen zu konkurrieren, bei denen neben grossen Produktionsfirmen auch renommierte Werbeagenturen mit involviert waren, mit entsprechend üppigen Budgets. «Büsu 4» dagegen war eine klassische Low-Budget-Produktion.

Wie waren die Reaktionen auf den Clip?

Überwältigend! Das Video «Büsu 4» ging viral wie kein anderes in den Jahren davor, allein auf Facebook haben wir innert Tagen über 50‘000 User erreicht! Auch der EDI hat natürlich nochmals viel Aufmerksamkeit beschert. Der virale Hit fand allerdings davor statt.

Wann läuft eigentlich die Planung des Nachfolgers «Büsu 5» an?

Das erste Treffen für «Büsu 5» ist schon diesen Monat terminiert. Der Produktionsprozess zieht sich freilich etwas hin. Kommenden April wird die Antwort auf unseren unerwarteten Riesenerfolg im Kasten sein. Wir sind selber schon sehr gespannt, zu welchem Resultat uns diese Herausforderung anspornen wird! 

Büsu 4 – eine Art Geschäftsbericht

Bärner Müschterli

Gigele und gugle mit bärnischi Anekdote, erzellt vom J. Harald Wäber.

Bärner Müschterli

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