Navigieren auf Burgergemeinde Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Wärmeverbund Spiegel

Die Burgergemeinde Bern beabsichtigt, in den kommenden Jahren im westlichen Teil des Spiegels (Blinzern) einen Wärmeverbund zu realisieren. Zur Wärmeerzeugung wird Holz aus den burgerlichen Wäldern der Region Bern verwendet. Wer sich einem Wärmeverbund anschliesst, handelt umweltbewusst und setzt auf ein verlässliches, platzsparendes und preisstabiles Heizsystem.

Die Idee
Ein Wärmeverbund versorgt Liegenschaften durch eine zentrale Heizung mit Wärme zum Heizen oder für das Warmwasser. Einzelne kleine Heizungen (z.B. Öl) werden so ersetzt. Der geplante Wärmeverbund Spiegel soll mit Holz aus der Region betrieben werden. Via bestens isolierte Leitungen im Boden gelangt die Wärme in die einzelnen Wohnhäuser, öffentlichen Gebäude oder Gewerbeliegenschaften. Initiantin des Wärmeverbunds Spiegel ist die Burgergemeinde Bern, welche heute bereits einen kleineren Wärmeverbund im Spiegel betreibt.

Der ökologische Gewinn
Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff. Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Luft Kohlendioxid (CO2). Beim Verbrennen wird dieselbe Menge wieder freigesetzt. Holz ist also CO2-neutral – im Gegensatz zu Erdöl oder Erdgas, bei welchen durch Verbrennen zusätzliches Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestossen wird.

In der Schweiz gibt es genügend Holz: Alleine in den Wäldern der Burgergemeinde Bern wächst jede Sekunde «1 Liter Holz» nach – also ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern. Da das Holz aus der Region stammt, können lange Transportwege vermieden werden. Zudem können gezielt alte und unstabile Bäume geerntet werden. Das schafft Platz für eine neue Baumgeneration, die vital und klimaangepasst Holz für die nächste Generation bringen wird.

Die Vorteile
Ein Wärmeverbund ist Ihr «Sorglospaket» für geheizte Räume und Warmwasser. Kein Nachschauen, ob es noch genügend Öl im Tank hat, keine Kosten für Serviceabo, Kaminfeger, Emissionskontrolle und keine Tankrevision.

In den meisten Liegenschaften belegt die Heizung einen separaten Raum. Dieser wird mit dem Anschluss an den Wärmeverbund frei und schafft Platz für die Verwirklichung anderer Ziele in den eigenen vier Wänden.

Haben Sie Fragen? Möchten Sie mehr über das Projekt erfahren? Melden Sie sich bitte unter .

Informationsbrief an die Bevölkerung im Spiegel, Dezember 2020
Titel Typ
Informationsbrief an die Bevölkerung im Spiegel, Dezember 2020 Datei PDF document

FAQ

 

Allgemeines zum Thema Wärmeverbund / Ökologie

In einem Wärmeverbund wie dem vorliegenden wird die Fernwärme zentral in einer Heizzentrale, in welcher Energieholz verbrannt wird, erzeugt. Anschliessend wird die Wärme in Form von heissem Wasser (80° bis 130°) über ein Leitungsnetz zu den einzelnen Liegenschaften geführt. Nachdem das heisse Wasser seine Wärme in den Heizungen der Liegenschaften abgegeben hat, fliesst es über ein zweites Rohr in die Heizzentrale zurück. Damit ist der Kreislauf geschlossen.

Neben Holz können auch Kehricht, Abwärme aus Kläranlagen oder Umweltwärme als Quellen für die Produktion von Fernwärme dienen. Im Wärmeverbund Spiegel wird nur einheimisches Holz aus der Region verwendet.

Der Wechsel bietet ökologische und praktische Vorteile:

  • Ein Wärmeverbund ist Ihr «Sorglospaket» für geheizte Räume und Warmwasser – praktisch und einfach wie der Strom aus der Steckdose. Kein Nachschauen, ob es noch genügend Öl im Tank hat oder ob die Heizung gewartet ist. Keine Kosten für ein Serviceabo, den Kaminfeger, die Emissionskontrolle und die Tankrevision.
  • Wenn Sie Ihre fossile Heizung ersetzen, heizen Sie CO2-neutral und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
  • Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff. Wenn Bäume wachsen, entziehen diese der Luft Kohlendioxid (CO2). Beim Verbrennen wird dieselbe Menge wieder freigesetzt. Es ist also CO2-neutral – im Gegensatz zu Erdöl oder Erdgas, bei welchen durch das Verbrennen zusätzliches CO2 in die Atmosphäre ausgestossen wird.
  • In der Schweiz gibt es genügend Holz: Alleine in den Wäldern der Burgergemeinde Bern wächst jede Sekunde «1 Liter Holz» nach – also ein Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern.
  • Da das Holz aus der Region stammt, können lange Transportwege vermieden und kann somit CO2 eingespart werden. Zudem können gezielt alte und unstabile Bäume geerntet werden. Das schafft Platz für eine neue Baumgeneration, die vital und klimaangepasst Holz für die nächste Generation bringen wird.
  • Der Umstieg auf Holz lohnt sich wirtschaftlich insofern, als keine Abhängigkeit von Öl-Importen und demnach keine Gefahr von Preisschwankungen besteht. Die Holzversorgung kann mit dem hiesigen Holzangebot gewährleistet werden, Sie müssen den Rohstoff nicht wie beim Öl vorfinanzieren.
  • Keine Geruchs- und Lärmimmissionen in Ihrer Liegenschaft.
  • In den meisten Liegenschaften belegt die Öl-Heizung einen separaten Raum. Dieser wird mit dem Anschluss an den Wärmeverbund frei, und Sie erhalten Platz für die Verwirklichung anderer Ziele in Ihren vier Wänden.
  • Wenn Sie fossile oder elektrische Direktheizungen durch einen Anschluss an den Wärmeverbund ersetzen, erhalten Sie Förderbeiträge des Kantons.

Die neue Heizzentrale ist auf dem Gelände der Schulanlage Spiegel geplant. Verwendet wird Holz aus der Region, was mehrere Vorteile mit sich bringt.

Gemäss «erneuerbar heizen», einem Programm von EnergieSchweiz, verursachen die 2,3 Millionen Schweizer Gebäude 33% der gesamten CO2-Emissionen. Holz hingegen ist CO2-neutral. Durch den Anschluss an den Wärmeverbund leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Nur ein gesunder, junger Wald kann auf Dauer CO2 aufnehmen und speichern. Nutzt man also Holz, um Heizöl zu ersetzen, erzielt man zwei positive Effekte. Erstens wird der Wald durch den Holzschlag verjüngt, bleibt vital und kann weiterhin grosse Mengen an CO2 aufnehmen. Und zweitens werden mit dem einheimischen Holz andere Energieträger substituiert, deren Nutzung, Herstellung und Transport grosse CO2-Emmissionen und hohe Umweltrisiken verursachen.

Zusammenfassend schreibt das Bundesamt für Umwelt: «Heizen mit Holz schützt das Klima und nutzt regional verfügbare und nachwachsende Ressourcen.»

Es ist richtig, dass Holzfeuerungen Feinstaub produzieren. Die Grenzwerte für Feinstaubemissionen wurden deshalb per Anfang 2008 verschärft. Die Fortschritte in der Filtertechnik ermöglichen ausgeklügelte Filtersysteme, welche die Emissionswerte markant verbessern. Insbesondere grosse Anlagen verfügen über modernste Elektrofilter. Am meisten Feinstaub stossen Kaminöfen (Schwedenöfen) aus.

Die Burgergemeinde Bern bewirtschaftet den grössten Teil des Waldes rund um Bern. Indem die Burgergemeinde Bern die Wärmezentrale selber betreibt und das eigene Holz dazu liefert, kann sie über die nächsten 20 Jahre eine Preisstabilität garantieren. Zudem kann sie die Herkunft des Holzes und die Versorgung garantieren.

Der Bundesrat schreibt in einem Bericht zum Thema: «Eine vermehrte Nutzung von Fernwärme aus erneuerbaren Energien (...) ist klima- wie energiepolitisch erwünscht.»

Der Kanton hat im August 2020 mitgeteilt, er wolle erneuerbare Energien im Wärmebereich vorantreiben. Zu diesem Zweck hat der Regierungsrat verschiedene neue Massnahmen verabschiedet. Ein umfangreiches Förderprogramm soll den Anreiz schaffen, auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energien zu wechseln.

Die Gemeinde Köniz befürwortet und unterstützt Wärmeverbunde. Sie ist bestrebt, weitere Wärmeverbünde zu initiieren. Ziele und Absichten sind im Massnahmenblatt 11 zum Richtplan Energie der Gemeinde festgehalten.

 

 

Praktisches / Alltag

Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf (). Im persönlichen, unverbindlichen Gespräch liefern wir Ihnen die nötigen Informationen und erörtern mit Ihnen eine auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Lösung.

Die genaue Etappierung ist aktuell in Bearbeitung. Nähere Angaben folgen im 2. Quartal 2021.

Von der Heizzentrale, welche sich auf dem Gelände der Schulanlage Spiegel befinden wird, gelangt die Wärme in Form von Warmwasser durch ein Leitungsnetz, welches in den Boden verlegt wird, zu den einzelnen Liegenschaften.

Die Leitungen mit dem aufgewärmten / abgekühlten Wasser werden in Ihre Liegenschaft geführt und dort an eine Fernwärmeübergabestation angeschlossen. Diese wird im Normallfall an gleicher Stelle wie der bestehende Heizkessel platziert. Mit einer Übergabestation wird die Wärme des Verbunds in das Wärmeverteilsystem des Verbrauchers übertragen («übergeben»). Die Komponenten einer Übergabestation sind unter anderem Wärmetauscher, Umwälzpumpen, Regler, Ventile und Schmutzfänger.

In den meisten Liegenschaften belegt die Heizung einen separaten Raum. Dieser wird mit dem Anschluss an den Wärmeverbund frei, und Sie erhalten Platz für die Verwirklichung anderer Ziele in Ihren vier Wänden. Das Gleiche gilt für den Öltankraum.

Eigentlich keinen. Ein Wärmeverbund ist Ihr «Sorglospaket» für geheizte Räume und Warmwasser. Kein Nachschauen, ob es noch genügend Öl im Tank hat, ob die Heizung gewartet ist oder ob die Pumpe noch richtig funktioniert. Keine Kosten für ein Serviceabo, den Kaminfeger und die Emissionskontrolle und auch nicht für die Tankrevision. Sie erhalten denselben Komfort wie beim Strombezug ab Steckdose.

Ja. Mit der Fernwärme können Sie problemlos Ihr gesamtes Haus beheizen, sofern sie über Radiatoren oder eine Bodenheizung verfügen. Sie können die Fernwärme auch zum Aufbereiten von Warmwasser verwenden.

Ja, das können Sie. Dies ersetzt jedoch den Boiler in Ihrer Liegenschaft nicht, dieser wird lediglich durch die Fernwärme erwärmt.

Ja, das ist jederzeit gewährleistet. Wir verkaufen nur soviel Wärme, wie wir garantieren können. Deshalb ist es wichtig, dass wir Ihre Anschlussleistung kennen.

Die Aufbereitung von Warmwasser kann im Normalfall problemlos ergänzt werden. Die Übergabestation muss entsprechend ausgerüstet werden, zudem muss ein zentraler Wassererwärmer vorhanden sein. Eventuell müssen Sie Ihre Anschlussleistung erhöhen, was die jährlichen Anschlusskosten erhöhen würde.

Öltanks und alte Heizzentralen können nach Anschluss an den Wärmeverbund entfernt werden. Das schafft Platz! In den meisten Liegenschaften belegt die Heizung einen separaten Raum. Dieser wird mit dem Anschluss an den Wärmeverbund frei und kann für die Verwirklichung anderer Projekte in Ihren vier Wänden genutzt werden.

 

 

Kosten / Finanzielles

Aktuell können noch keine definitiven Preise bekanntgegeben werden. Zurzeit wird versucht, die Preise zu optimieren. Die aktuelle (noch provisorische) Preiskalkulation geht von Verbrauchskosten von CHF 0.09 – 0.13/kWh aus. Hinzukommt eine jährliche Grundgebühr von CHF 120/KW für die gebuchte Anschlussleistung. Zu Beginn ist eine einmalige Anschlussgebühr geschuldet.

Nein. Unterhalt und Ersatzinvestitionen werden mit der Grundgebühr gedeckt.

Allgemeingültige Aussagen sind nicht möglich.

Beim Wärmeverbund positiv ins Gewicht fällt: Rohstoff in der Region in ausreichender Menge vorhanden, minimale Preisschwankungen dank Indexierung, CO2-neutral, sehr gute Klimabilanz, sehr wenig Platzbedarf im Haus, keine Servicekosten.

Bei der Ölheizung negativ ins Gewicht fällt: Abhängigkeit vom Ausland, hohe saisonale Preisschwankungen beim Rohstoff Öl, Vorfinanzierung des Öls, hohe CO2-Belastung, schlechte Klimabilanz, grosser Platzbedarf im Haus, Servicekosten.

 

 

Fördergelder des Kantons

Der Kanton unterstützt den Ersatz von Elektro- und Ölheizungen durch einen Anschluss ans Wärmenetz – sofern Ihre aktuelle Heizung ≤ 130kW leistet – mit 35% der Anlagekosten (Investitionskosten), maximal jedoch mit CHF 10'000. Die Bedingungen und Auflagen sind auf der entsprechenden Seite des Kantons zu finden.

Bei bestehenden Heizungen >130 kW gilt eine andere Berechnungsart.

 

 

Vertragliches

Zuerst unterschreiben Sie eine Anschlusserklärung, in welcher bereits die wichtigsten Eckdaten der zukünftigen vertraglichen Lösung enthalten sind. Sobald es der Konkretisierungsgrad zulässt, wird der Energiedienstleistungsvertrag unterzeichnet. 

abgelegt unter: Forstbetrieb, Natur

Weitere Informationen.

Fusszeile